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«schildes ambet umben grâl»

Untersuchungen zur Figurenkonzeption, zur Schuldproblematik und zur politischen Intention in Wolfram von Eschenbachs «Parzival»

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Joachim Schröder

Wolframs komplexer Parzival ist überwiegend als ein Entwicklungsroman gedeutet und auch damit für die Moderne vereinnahmt worden. Demgegenüber versucht diese Arbeit eine historische Deutung und zeigt am Text, dass die oft von der Forschung zu Unrecht diskriminierten Kategorien des Agons und der Ehre, die die Alterität der Epoche bezeugenden Konzepte sind – die dem feudalen epischen Subjekt unwandelbar, wenn auch nicht unproblematisiert – als Determinante seines vorgezeichneten Weges eingeschrieben sind.
Aus dem Inhalt: Hermeneutische Paradigmen: Interpretation als Assimilation – Ritter Gahmuret im meritokratischen Teufelskreis – ze holze und ze hove - Der Hof im Walde – schildes ambet und grâl - Parzivals agonal dominierender Weg zum Herrscher der Gralsgesellschaft – Herrschaftsmodell Gralsgesellschaft.