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Modularisierung der beruflichen Bildung

Die Rezeption britischer Erfahrungen in der deutschen berufsbildungspolitischen Diskussion

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Thomas Paul Fisch

Trotz heftiger Kontroversen bei der Reform beruflicher Bildung zeichnet sich als Konsens aller Beteiligten ab, dass ein höherer Grad an Flexibilität wünschenswert wäre. Eine besondere Bedeutung hat dabei in den letzten Jahren die Entwicklung in Großbritannien erlangt. Dort wurde konsequent auf die Konstruktion von Ausbildungsberufen verzichtet und stattdessen tätigkeitsbezogene Ausbildungsmodule eingeführt, die beliebig kombinierbar sind. Im Mittelpunkt der Überlegungen dieser Arbeit steht mithin die Frage, ob das System englischer Qualifizierung trotz fundamentaler Unterschiede mittlerweile Eingang in hiesige Berufsbildungskonzepte gefunden hat. Anhand praktischer Beispiele aus den Bereichen beruflicher Erstausbildung, Weiterbildung und Nachqualifizierung wird der Nachweis geführt, dass bereits jetzt modulare Strukturen in der deutschen Berufsbildungspraxis vorhanden sind.
Aus dem Inhalt: Das Berufskonzept und die Entwicklung der Berufsbildung im historischen Zusammenhang – Ausbildungsrelevante Einflüsse der Gegenwart – Modernisierung des dualen Systems «gestern und heute» – Die Situation beruflicher Bildung in England vor Einführung der National Vocational Qualifications – Die Bedeutung der Allgemeinbildung für die berufliche Erstausbildung – Modularisierung der beruflichen Bildung: bildungspolitische Antwort auf eine veränderte Arbeitswelt?