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Alles hat seine Zeit«en»

Zeit«en» zu sprechen – Zeit«en» zu schreiben

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Dorothee Schlegel

Um sich dem deutschen Tempussystem zu nähern und damit verstehen zu können, warum wir im deutschen Sprachraum gesprochensprachlich bei zurückliegenden Ereignissen das Präsensperfekt (Perfekt) dem Präteritum vorziehen, sind neben der Erörterung eines übersprachlichen Zeitbegriffs auch die Reichenbachschen Parameter unumgänglich. Einzubeziehen sind in unser gesprochensprachliches Verhalten der jeweilige Diskurskontext, unser Weltwissen und pragmatische Faktoren. Unsere gesprochene Muttersprache lehrt das Perfekt, das auch Nichtdeutsche schnell erwerben, unabhängig von ihrer Herkunftssprache. Daher folgt der Beschreibung der Anterioritätstempora der empirische Teil unter der Fragestellung, welche Verben/Verbphrasen in welchen Kontexten unter welchen Gesichtspunkten gesprochensprachlich doch im Präteritum realisiert werden. Für diese Arbeit wertete die Autorin auch eigens dafdiese Arbeit wertete die Autorin auch eigens dafür entwickelte quantitative und qualitative Sprachdaten aus. Der untersuchte Personenkreis reichte von der norddeutschen Professorin bis zum türkischen Schulkind in Stuttgart.
Aus dem Inhalt: Zeitverständnis als übersprachliche Kategorie – Konzeptuelle Struktur eines Systems lexikalischer Tempusmarkierungen – Spracherwerb von Tempusstrukturen – Kontrastive Tempus- und Zeitsysteme – Temporale Informationen: Verben, Aktionsarten, Temporalmarkierungen, nichtfuturische Tempora – Gesprochensprachliche Verwendung von Präteritum vs. Präsensperfekt.