Show Less
Restricted access

Von «Weiber-Emancipation» und «echten Weibern» in Hebbels Tagebüchern und Tragödien

Ein literaturwissenschaftlicher und literaturdidaktischer Beitrag zur Gender-Forschung

Series:

Hilmar Grundmann

Das dramatische Werk Friedrich Hebbels, des letzten deutschen Dramatikers im «griechischen» Sinne und Begründers der modernen Tragödie zugleich, ist in der Vergangenheit immer wieder unter den verschiedensten Gesichtspunkten untersucht worden. Mit einer Ausnahme allerdings: der Thematik des Geschlechterverhältnisses. Das überrascht insofern, als kein anderer Dramatiker der deutschen Literaturgeschichte die Beziehung zwischen den Geschlechtern beziehungsweise den Geschlechterkampf so sehr zum Dreh- und Angelpunkt des tragischen Geschehens seiner Bühnenwerke gemacht hat wie Hebbel. Und dies überrascht umso mehr, wenn man hinzunimmt, dass ohne die Dekonstruktion des Geschlechterverhältnisses sich seine großen Tragödien von Judith bis hin zu den Nibelungen kaum ganz erschließen lassen.
Aus dem Inhalt: Friedrich Hebbel - dramatischer Dichter oder dramatischer Denker? – Hebbels Frauenbild oder Die Frau «von Natur aus» – Das besondere Interesse der Gender Studies an Literatur – Der «zwischen den Geschlechtern anhängige Prozess» oder Zum Geschlechterverhältnis in Hebbels dramatischem Werk – Das (Des-)Interesse der Erziehungswissenschaft und der Bildungstheorie an den Ergebnissen der Geschlechterforschung.