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Sprachreflexion und Sprachbewußtsein

Beitrag zu einer integrativen Sprachgeschichte des Spanischen im 18. Jahrhundert

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Claudia Polzin-Haumann

Das 18. Jahrhundert ist im Vergleich zu anderen Epochen in der Sprachgeschichtsschreibung des Spanischen unterrepräsentiert. Traditionell wird zudem die Darstellung auf die Real Academia Española reduziert. Diese Arbeit begreift sich als inhaltliche und methodische Erweiterung. Im Mittelpunkt steht die Sprachreflexion, d. h. die Auseinandersetzung mit Sprache auch jenseits institutionalisierter akademischer Diskurse. Integrativ werden die vielfältigen Variablen erfaßt, die das Nachdenken über Sprache bestimmen (kulturhistorischer Kontext, Sprachbewußtseinsprozesse, Metasprache). Sprach- und Sprachwissenschaftsgeschichte zeigen sich hier als zusammengehörig. Auf dieser Grundlage werden die drei zentralen Spannungsfelder der Sprachreflexion eingehend untersucht. Vier Studien behandeln anschließend ausgewählte konzeptionelle, sprachbeschreibende und normative Probleme (u. a. Verbmorphologie, Pronomina).
Aus dem Inhalt: Geschichte – Sprachgeschichte – Sprachwissenschaftsgeschichte: Diskussion epistemologischer und methodischer Grundpositionen – Das 18. Jahrhundert in Spanien: Historiographische Traditionen und historische Kontexte – Die Spannungsfelder und Akteure der Sprachreflexion im Überblick – Nationalsprache, Norm und Diasystem – Sprachentwicklung, Sprachgeschichte und Sprachprinzipien – ‘Reichtum’, Ausbau, Beschreibung, Normierung und Pflege des Spanischen.