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Zwischen Nützlichkeit und Nachahmung

Eine Biografie des Gelehrten Christian Gottlieb Kratzenstein (1723-1795)

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Susan Splinter

Christian Gottlieb Kratzenstein (1723-1795), ein zu seinen Lebzeiten bekannter Gelehrter, beschäftigte sich mit Physik, Instrumentenbau, Naturlehre und Chemie, war Mitglied verschiedener Akademien und unterhielt einen ausgedehnten Briefwechsel. Da Kratzenstein weder eine bahnbrechende Theorie aufstellte noch etwas «Neuartiges» erfand, ist er heute weitgehend unbekannt; er ist ein ganz gewöhnlicher Wissenschaftler des 18. Jahrhunderts. In dieser Biografie wird gezeigt, wie ein solcher Wissenschaftler arbeitete, in welche Institutionen er eingebunden war und welche sozialen Mechanismen innerhalb der scientific community wirkten. An diesem Fallbeispiel wird deutlich, wie «alltägliche» Wissenschaft im Zeitalter der Aufklärung funktionierte. Dabei erhält man Einblicke in verschiedene wissenschaftliche Institutionen, zahlreiche Briefwechsel und aktuelle Forschungsdiskussionen.
Aus dem Inhalt: Kontextuelle Biografie des Gelehrten Christian Gottlieb Kratzenstein (1723-1795) – Private Seiten eines Gelehrten, wie Freundschaften, Reisen und Berufswahl – Einflussnahme auf die Politik der Petersburger und Kopenhagener Akademie – Einflussnahme auf die Politik der Universitäten in Halle und Kopenhagen – Wissenschaftliche Forschungen im Bereich der Elektrizität, der Thermodynamik und des Lichts (der sogenannten Imponderabilienphysik des 18. Jahrhunderts), des Instrumentenbaus und der Naturlehre.