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Rechtsextremismus bei ostdeutschen Jugendlichen vor und nach der Wende

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Johanna Engelbrecht

Rechtsextremistische Ereignisse unter Jugendlichen in Ostdeutschland erregen bis heute immer wieder große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Weniger bekannt ist, dass es bereits in der DDR Rechtsextremismus unter Jugendlichen gab. Obwohl der Faschismus laut Staatsideologie «mit Stumpf und Stil ausgerottet» worden war, erstarkte der Rechtsextremismus und fand seinen Höhepunkt in den Jahren um die Wende. Was könnten systembedingte Ursachen sein, die eine solche Entwicklung unterstützten? Inwieweit hat insbesondere die Erziehung in der DDR die Entstehung von Rechtsextremismus beeinflusst? Anhand von Studien wird untersucht, ob die rechtsextremistischen Jugendlichen in der DDR und den neuen Bundesländern nicht vielmehr als Verlierer der Modernisierung gesehen werden müssen. Schließlich stellt sich für den Zeitraum nach der Wende die Frage nach pädagogischen Präventions- und Interventionskonzepten.
Aus dem Inhalt: Erziehung in der DDR – Rechtsextremismus unter Jugendlichen in der DDR – Umgang der staatlichen Organe mit dem jugendlichen Rechtsextremismus – Ursachen für den Rechtsextremismus in der DDR – Rechtsextremismus unter Jugendlichen in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung: rechtsextremistische Einstellungen, Gruppierungen, Ereignisse – Rechtsextremismus in Ostdeutschland als Produkt der autoritären Erziehung in der DDR oder als Folge von Modernisierungsprozessen – Individualisierungstheorem von W. Heitmeyer, Theorie vom autoritären Charakter – Übertragung des Individualisierungstheorems und der Theorie vom autoritären Charakter auf Rechtsextremismus in Ostdeutschland – Akzeptierende Jugendarbeit.