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Anfänge des Wissenschaftsjournalismus in Spanien

Der "Diario de los literatos de España- </I>Horizonte des Kulturtransfers

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Siegfried Jüttner

Der Diario de los literatos de España gilt zu Recht als das erste private Presseunternehmen von Gewicht in der spanischen Aufklärung. Mit der Öffnung der Geisteswissenschaften für kulturtheoretische Fragestellungen gewinnen gerade Texte wie dieser, die sich im Kanon des bürgerlich-romantischen Literatur- und Kulturverständnis nur schwer verorten lassen, gleich in mehrfacher Hinsicht, auch jenseits einer triumphalistischen Pressegeschichte, an Interesse: als Medienereignis innerhalb der spanischen Diskurslage der Frühaufklärung und als Anschauungsraum einer nunmehr vom Buchmarkt getriebenen kommunikativen Dynamik. Gelesen werden kann diese Zeitschrift gleichsam als ein Laboratorium für die Erprobung effizienter und Akzeptanz schaffender Strategien des modernen Wissenschaftsjournalismus, der sich als Medium eines von nationalem Vorrangstreben gesteuerten Kulturtransfers in Europa begreift.
Aus dem Inhalt: Klaus-Dieter Ertler: Konflikt der Diskurse im Diario de los literatos de España – Andreas Gelz: Orte des Wissens: Raumvorstellungen und Raummetaphorik im Diario de los literatos de España – Siegfried Jüttner: Das nützliche Fremde: Deutsche Präsenz im Diario de los literatos de España – Alf Monjour: El Diario de los Literatos es un diario no es un diario. Anmerkungen zur spanischen Presseterminologie im 18. Jahrhundert – Claudia Polzin-Haumann: Der Diario de los literatos de España in der spanischen Sprachreflexion – Christian von Tschilschke: Im Spannungsfeld von kultureller Tradition und nationalem Bewusstsein: El Diario de los literatos de España als Forum aufklärerischer Identitätsverhandlung – Jan-Henrik Witthaus: Lautstarke Anfänge der Literaturkritik in Spanien - der Diario de los literatos de España.