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Moralität und die Einheit von Erziehung und Unterricht

Ein transzendentalkritischer Beitrag zur Theorie der Bildung

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Hildegard Krämer

Wer Konzepte moralischer Erziehung und Erziehenden Unterrichts entwerfen will, muss die Frage klären, was unter Moralität verstanden werden kann. Die Autorin geht zur Beantwortung dieser Frage auf Immanuel Kant zurück und reformuliert die in Kants Schriften enthaltenen Deutungen des Moralischen im Lichte diskursethischer, postmoderner und hermeneutischer Denkansätze. Die pädagogisch bedeutsame Pointe der so gewonnenen Rekonstruktion von Moralität besteht darin, dass die Haltung, die sich als Basis des Moralischseins beschreiben lässt (Selbstdistanz, Unvoreingenommenheit, Zugewandtheit), zugleich die Voraussetzung von Erkenntnis darstellt. Deshalb bilden moralische Erziehung und Unterricht eine Einheit. Die Autorin entfaltet das Konzept eines Unterrichts, der dadurch erziehend wirkt, dass er sich den Regulativen von Wahrheit und Gültigkeit, von Erkennen, Verstehen und Gerecht-Werden verpflichtet.
Aus dem Inhalt: Rekonstruktionen moralischer Intuitionen: deontologische Akzente und Akzentverschiebungen in der Ethik Kants – Der Versuch der Neubegründung normativer Ethik durch die Transzendentalpragmatik – Bildung und Vernunft in hermeneutischer Perspektive – Internet-Foren als Spiegel zeitgenössischer Moral – Moralische Erziehung durch «bildenden Unterricht»: ein transzendentalkritisches Konzept.