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Die materiell unterkapitalisierte GmbH in Deutschland und Polen

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Jakob Soroko

Materielle Unterkapitalisierung stellt einen der Hauptgründe für Insolvenzen von Kapitalgesellschaften dar. Diese Arbeit beleuchtet die Möglichkeiten, dieses Phänomen in der deutschen und der polnischen Rechtsordnung mit juristischen Begriffen zu erfassen und hierauf angemessen zu reagieren. Der Rechtsvergleich soll die Besonderheiten der beiden Gläubigerschutzsysteme herausstellen und rechtsvergleichend auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten untersuchen. Dies erscheint lohnend, da beide Systeme zwar auf gemeinsamen Grundlagen basieren, durch die unterschiedliche politische Entwicklung beider Staaten jedoch erhebliche Unterschiede bezüglich der Interpretation der Rechtsform der GmbH aufweisen. Hieran anknüpfend wird auch die Frage der Übertragung einzelner Konzepte diskutiert.
Aus dem Inhalt: Wirtschaftliche Implikationen materieller Unterkapitalisierung – Materielle Unterkapitalisierung als gesellschaftsrechtliches Problem – Materielle Unterkapitalisierung als typisierter Sachverhalt – Probleme einer konkreten Definition – Elemente der materiellen Unterkapitalisierung – Formulierung eines Haftungstatbestandes für materielle Unterkapitalisierung – Behandlung der materiellen Unterkapitalisierung im deutschen Recht – Ansätze für eine ungeschriebene Haftung wegen materieller Unterkapitalisierung – Ansätze gegen eine ungeschriebene Haftung wegen materieller Unterkapitalisierung – Behandlung der materiellen Unterkapitalisierung durch die deutsche Rechtsprechung – Verhältnis zur Haftung wegen Existenzvernichtung – Die Zukunft der Existenzvernichtungshaftung und der materiellen Unterkapitalisierung in Deutschland – Behandlung der materiellen Unterkapitalisierung im polnischen Recht – Die besondere Ausgangslage des polnischen Gesellschaftsrechts – Ansätze zur materiellen Unterkapitalisierung im Rahmen des polnischen Rechts – Die Haftung wegen materieller Unterkapitalisierung im Kontext des Gläubigerschutzes – Gegenüberstellung und Vergleich der Ansätze einer Haftung für materielle Unterkapitalisierung de lege lata und de lege ferenda – Unterschiede zwischen dem deutschen und dem polnischen Gläubigerschutz – Möglichkeiten einer Haftung mittels kodifizierter Haftungsinstrumente – Übertragung der deutschen Konzepte zur Durchgriffs- und Innenhaftung.