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Reiseführer durch das Jenseits. Die Apokalypse des Paulus in der Slavia Orthodoxa

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Nikolaos H. Trunte

Die Apokalypse des Paulus gehört zu den erfolgreichsten Literaturwerken aller Zeiten. Im 2. Jahrhundert geschaffen, wurde sie noch bis ins 20. Jahrhundert handschriftlich weiterverbreitet; über 300 Textzeugen sind zwischen Irland und Armenien, Skandinavien und Äthiopien erhalten geblieben, davon fast ein Drittel allein im Raum der Slavia Orthodoxa. Obwohl die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem slavischen Text schon 1858 in Russland ihren Anfang genommen hat, ist die Einordnung der slavischen Tradition in die Gesamtüberlieferung dieses wichtigen Apokryphons, das das Bild der christlichen Welt von Himmel und Hölle entscheidend geprägt hat, bis heute ein Desiderat der Forschung. Die vorliegende Arbeit versucht, hier neue Anstöße zu geben, und wendet sich dabei nicht nur an Slavisten, sondern auch an Theologen, Vertreter der Wissenschaft vom Christlichen Orient, Byzantinisten und Rumänisten, denen der Zugang durch die Beifügung der Rekonstruktion der ältesten slavischen Version sowie deren Übersetzung ins Deutsche erleichtert wird.

Einführung Die Apokalypse des Paulus — ein Jahrtausend-Bestseller - Beginn der Erforschung - Frühchristliche Ursprünge - Die zweite Edition - Die Apokalypse des Paulus — ein häretisches Buch? - Die Apokalypse des Paulus und der orthodoxe Klerus - Überblick über den Inhalt - Die nichtslavischen Versionen Die Tarsoslegende - Die Verbreitung der Apokalypse des Paulus im Orient - Die Apokalypse des Paulus bei den Kopten - Rezeption der Apokalypse des Paulus bei den Äthiopiern - Die westliche Überlieferung - Zum Verhältnis der lateinischen Texte zu den orientalischen - Zwischenergebnis - Die Apokalypse des Paulus in der Slavia Die slavischen Textzeugen - Südslavische Züge im Novgoroder Text - Die Stellung der kroatischen Langfassung - Die slavische Langversion zwischen Ost und West - Zwischenergebnis  - Die griechische Epitome - Gab es eine rumänische Langversion? - Die jüngeren slavischen Redaktionen Lang- und Kurzversionen in der Slavia Orthodoxa - Die Stellung der rumänischen Kurzfassung - Die slavische Kurzfassung und das nächtliche Gebet - Die jüngeren slavischen Langversionen