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Säkularisierung im 19. Jahrhundert

Der Kanton Schwyz als ein historisches Fallbeispiel

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Martin Annen

Diese Arbeit untersucht die Schulgeschichte des Kantons Schwyz unter dem Aspekt der Säkularisierung. Dabei wird aufgezeigt, dass die Probleme und Aufgaben der Schule nicht aus dem Binnenraum der Pädagogik allein begriffen und beurteilt werden können. Sie bedürfen einer umfassenderen Analyse, in der auch ihre politische Relevanz erhellt wird, vor allem ihre Bezogenheit auf Staat und Gesellschaft. Obgleich in den Erziehungs- und Sozialwissenschaften die Beziehungen zwischen Politik und Schule immer stärkere Beachtung finden, liegen kaum Dokumentationen vor, die den Gesamtzusammenhang von Staat, Gesellschaft und Schule belegen. Zudem fehlten bis anhin im schweizerischen Kontext bildungshistorische Arbeiten, die den Wandel der öffentlichen Reflexion über die öffentliche Bildung unter dem Gesichtspunkt der «Entkonfessionalisierung» und «Verrechtlichung» bei gleichzeitiger Herausbildung eines neuen, schulpädagogischen, profanen Professionswissens thematisieren.
Aus dem Inhalt: Schule und moderner Staat – Modernisierungskonzept – Aspekte der Säkularisierung der Volksschule – Schulgesetzgebung – Schulobligatorium – Personal – Lehrmittel – Der Kanton Schwyz in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – Schulgesetzgebung in der Bundesverfassung – Die Schulvogtvorlage in der Presse – Schulgesetzgebung auf kantonaler Ebene – Schulverordnungen – Instruktionen – Unterrichtspläne.