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Das freie Erwerbseinkommen der Ehefrau

Die rechtliche Gestaltung in Deutschland und Frankreich im Langen 19. Jahrhundert

von Edith Viola Dali (Autor:in)
©2026 Dissertation XVIII, 466 Seiten

Zusammenfassung

Im Rahmen der Arbeiterschutzbewegung des 19. Jahrhunderts führten die spezifischen Probleme der Frauenarbeit zu weiterführenden gesellschaftlichen und rechtlichen Fragen rund um die Verwertungsrechte eigener Arbeitskraft – insbesondere für verheiratete Frauen. Diese neuen Fragen waren durch den Topos der Lohnsicherung direkt an den Diskurs der Lohngerechtigkeit gekoppelt, welcher neben spezifischen Gerechtigkeitsfragen der Frauenarbeit auch bereits die Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern erörterte. In vergleichender Perspektive soll der Kampf um die Legitimität und Sicherung des Lohns der Ehefrau unter den politischen und sozialen Bedingungen des 19. Jahrhunderts in seinen vielfältigen rechtsdogmatischen Implikationen zwischen Deutschland und Frankreich nachgezeichnet werden. Lohnschutz und Verfügungsgerechtigkeit bedeuteten vor diesem Hintergrund auch die Sicherung des weiblichen Arbeitserwerbs vor missbräuchlichem Zugriff des Ehemannes und waren Teil des Eherechts.

Inhaltsverzeichnis

  • Umschlag
  • Schmutztitel
  • Europäische Hochschulschriften Recht
  • Titelseite
  • Copyright-Seite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Einleitung
  • Forschungsstand
  • Teil 1: Die erwerbstätige Ehefrau im 19. Jahrhundert
  • 1. Kapitel: Die Bedeutung der Familie als Versorgungsgemeinschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts
  • 2. Kapitel: Die gesellschaftliche Rolle der Ehefrau als Leitbild der Güterstände
  • 3. Kapitel: Faktoren für den Erwerb der verheirateten Frau
  • I. Zugriffsmöglichkeiten der Ehefrau
  • II. Die wirtschaftliche Bedeutung der Frauenarbeit
  • 4. Kapitel: Zusammenfassung
  • Teil 2: Die Bedeutung des Eherechts für die Erwerbstätigkeit der verheirateten Frau
  • 1. Kapitel: Frankreich und der Code Civil
  • I. Die Arbeiten am Code Napoléon
  • II. Das Familienrecht des Code Civil
  • 1. Die allgemeinen Ehewirkungen
  • 2. Die Zuordnung des Vermögens – Das Güterrecht und die persönlichen Arbeitsprodukte der Ehefrau
  • a. Régime en communauté legale – Die gesetzliche Gütergemeinschaft
  • aa. Die Teilung des Vermögens und Verteilung der Befugnisse
  • bb. Die Haftungsverteilung
  • b. Régime en communauté
  • c. Séparation des biens
  • d. Régime dotal
  • III. Zusammenfassung und Fazit
  • 2. Kapitel: Deutschland und das „Regionalsystem“
  • I. Ein Flickenteppich des Rechts
  • II. Das Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten von 1794
  • 1. Die allgemeinen Ehewirkungen und die Geschäftsfähigkeit der Ehefrau
  • 2. Die Verwaltungsgemeinschaft
  • 3. Die Allgemeine Gütergemeinschaft
  • 4. Die Judikatur zur Stellung der Frau
  • 5. Zusammenfassung
  • III. Das sächsische BGB von 1863
  • 1. Allgemeine Ehewirkungen und Geschäftsfähigkeit
  • 2. Die Verwaltungsgemeinschaft
  • 3. Zusammenfassung und Fazit
  • IV. Das Römische Recht
  • 1. Allgemeine Ehewirkungen
  • 2. Das Dotalsystem
  • 3. Zusammenfassung
  • V. Der Code Civil der Rheinbundstaaten
  • VI. Zusammenfassung und Fazit
  • 3. Kapitel: Das französische und deutsche Familienrecht im Vergleich – Die Ausgangspunkte zukünftiger Gesetzgebungen
  • I. Die allgemeinen Ehewirkungen und die Geschäftsfähigkeit
  • II. Die Güterstände und die Verfügung über die Arbeitsprodukte der Ehefrau
  • III. Zusammenfassung und Fazit
  • Teil 3: Normative Grundlagen weiblicher Unabhängigkeit
  • 1. Kapitel: Gesetzliche Schutzmechanismen zugunsten der finanziellen Selbstständigkeit der Ehefrau
  • I. Die Schlüsselgewalt und das mandat tacite
  • II. Die Vermögensabsonderung und die séparation des biens
  • III. Die hypothekarische Sicherung des eingebrachten Gutes
  • IV. Restitutionszahlungen, Rückerstattungsansprüche, Verzicht – Die Haftung des Ehemannes
  • V. Fazit zur Effektivität der gesetzlichen Schutzmechanismen
  • 2. Kapitel: Der Sonderfall der gewerbetreibenden Ehefrau
  • I. Die Handelsfrau vor der Einführung des BGB
  • II. Die marchande publique im Code Civil
  • III. Vergleich und Fazit
  • 3. Kapitel: Der Ehevertrag als Instrument zur Sicherung weiblicher Selbstständigkeit?
  • I. Die eingeschränkte Vertragsfreiheit des Code Civil und der ordre public
  • 1. Möglichkeiten der Gestaltung
  • 2. Die Wahrnehmung einer vertraglichen Regelung durch die Eheleute
  • 3. Die Auswertung der Empirie hinsichtlich des Vorkommens der Güterrechtsregimes
  • 4. Zusammenfassung und Fazit
  • II. Eheverträge in deutschen Territorien
  • 1. Die Vertragsmodalitäten in den deutschen Territorien
  • 2. Das Gebiet des Badischen Landrechts
  • 3. Stichproben aus Hessen
  • 4. Der Fall Marianne Weber
  • 5. Fazit
  • III. Vergleich und Ergebnis
  • 4. Kapitel: Bedeutsame Institutionen: Die Gesetze und Praxis der Spar- und Rentenkassen
  • I. Die Gesetze der Caisse D’Épargne
  • 1. Das Gesetz vom 9. April 1881
  • 2. Das Gesetz vom 20. Juli 1895
  • 3. Die Auswirkungen und Annahme durch die verheiratete Frau
  • II. Die Gesetze der Caisse Nationale de Retraites
  • 1. Das Gesetz vom 18. Juni 1850
  • 2. Das Gesetz vom 20. Juli 1886
  • III. Die Sparkassen
  • IV. Die Alterssicherung
  • 1. Vielfältige Formen der Altersvorsorge
  • 2. Die Invaliditäts- und Altersversicherung
  • V. Vergleich und Fazit
  • Teil 4: Die Frauen werden zur Frage – Ein gesellschaftlicher Umbruch
  • 1. Kapitel: Das Idealbild der Frau im Spannungsfeld der Industrialisierung
  • 2. Kapitel: Die Facetten des Feminismus in Frankreich
  • I. Der „gemäßigte“ und der „radikale“ Feminismus – Die Spaltung
  • II. Jeanne Schmahl und die Avant-Courrière
  • 3. Kapitel: Die Frauenfrage in Deutschland
  • I. Der erste Frauenverein: Luise Otto-Peters und der ADF
  • II. Die Spaltung der bürgerlichen Frauenbewegung
  • 4. Kapitel: Zusammenfassung und Vergleich
  • Teil 5: Der lange Weg: Die gesetzliche Berücksichtigung der erwerbstätigen Ehefrau
  • 1. Kapitel: Loi relative au libre salaire de la femme mariée et ci la contribution des époux aux charges du ménage du 13 juillet 1907
  • I. Der Gesetzesvorschlag von Jeanne Chauvin 1893 – Die partielle Gütertrennung als Hoffnung finanzieller Unabhängigkeit
  • II. Die Behandlung des freien Lohns der Ehefrau in der Rechtswissenschaft
  • 1. Société d‘Études législatives: Einblicke in die Praxis des weiblichen Arbeitserwerbs
  • 2. Tissiers Idee von dem pécule réservée
  • 3. Die Angst vor der Gütertrennung
  • 4. Tissiers Replik: Das Fortbestehen der ehelichen Gemeinschaft
  • 5. Saleilles Verteidigung des weiblichen Sonderverwaltungsrechts
  • 6. Saleilles Gesetzesentwurf um die biens réservés
  • 7. Zusammenfassung und Fazit
  • III. Die Entwicklung des Gesetzes über den freien Lohn der verheirateten Frau
  • 1. Der Beginn: Die Gesetzesinitiativen vom 9. Juli 1894
  • a. Léopold Goirand als Verbündeter der Avant-Courrière
  • b. Joseph-Auguste Jourdan: Die Verfügung über den weiblichen Erwerb unter Vorbehalt
  • 2. Die Beschränkung auf die unmittelbaren Arbeitsprodukte
  • 3. Die Abstimmung der Abgeordnetenkammer: Proposition hypocrite
  • 4. Georges Grosjean: Vorschlag vom 27. Februar 1905 – Der Ausbau der weiblichen Verfügungsbefugnisse
  • 5. Antonin Gourju: Vorschlag vom 26. Juni 1906 – „Le libre salaire de la femme mariée”
  • 6. Die abschließenden Regelungsaspekte
  • a. Der Bericht von Pierre-Ernest Guillier als Wegweiser
  • aa. Die Vorgehensweise
  • bb. Die Begünstigten des pécule réservé
  • cc. Die Ersparnisse
  • dd. Die Befugnisse der Ehefrau
  • ee. Der Verzicht auf die communauté
  • ff. Die Rechte der Gläubiger
  • gg. Der Missbrauchs-Schutz
  • b. Der Gesetzesentwurf
  • 7. Die erste Senatssitzung vom 14. Mai 1907: Der Umfang der biens réservés und die Konkretisierung der Missbrauchsvoraussetzungen
  • 8. Zweite Senatssitzung vom 24. Mai 1907: Die Detailarbeit
  • a. Die Schaffung eines neuen ordre public
  • b. Die Haftungsfrage der Ehefrau als Teil ihrer vermögensrechtlichen Unabhängigkeit
  • c. Die Auflösung der Ehe
  • 9. Zusammenfassung und Fazit
  • IV. Die Struktur des Loi relative au libre salaire
  • 1. Die Neuerungen des Gesetzes
  • a. Die incapacité der verheirateten Frau
  • b. Die biens réservés und die Beeinflussung der Güterstände
  • c. Die Verwaltungsbefugnisse: Der Umfang und die Grenzen
  • d. Die Haftung der biens réservés
  • e. Die Implikationen der Missbrauchskontrolle und das Zusammenspiel mit der Beitragspflicht
  • f. Die marchande publique
  • g. Die Prozessführungsbefugnis
  • 2. Die Bewertung des Gesetzes und die Reaktionen der Öffentlichkeit
  • a. Die Rechtswissenschaften
  • aa. Raymond Saleilles – Die Beurteilung des Gesetzes unmittelbar nach seiner Verabschiedung
  • aaa. Die Auswirkungen auf die incapacité de la femme mariée und die Eigentumsverhältnisse des Güterrechts
  • bbb. Von der Etablierung eines neuen ordre public
  • ccc. Das neue Verständnis der Ehe
  • bb. Pierre Bermond – Die ersten Jahre des Loi au libre salaire
  • aaa. Die Vorteile des Loi au libre salaire im Rahmen der Güterrechtssysteme
  • bbb. Der ordre public-Charakter des Gesetzes von 1907
  • ccc. Contribution des époux aux charges de ménage
  • cc. Ein Meinungsspektrum
  • dd. Zusammenfassung und Fazit
  • b. Die Reaktionen der Frauenbewegung und der Öffentlichkeit
  • aa. Conseil national des femmes françaises
  • bb. Der Umgang der Presse mit dem Loi au libre salaire
  • cc. Die Feministinnen um die Avant-Courrière und Jeanne Schmahl
  • dd. Zusammenfassung und Fazit
  • 3. Die Anwendung: Der Kampf um Beachtung
  • a. Die weibliche Wahrnehmung
  • b. Die Beurteilung der Rechtswissenschaft und juristische Auswirkungen
  • c. Zusammenfassung und Fazit
  • 4. Der Charakter und die Durchschlagskraft des Loi au libre salaire
  • 2. Kapitel: Das Bürgerliche Gesetzbuch vom 01. Januar 1900 und die Sonderbehandlung der Arbeitskraft der Ehefrau
  • I. Der Ausgangspunkt: Die Entwicklung des Familienrechts und die Behandlung der erwerbstätigen Ehefrau durch die Rechtswissenschaft
  • 1. Ein holpriger Start: Die ersten Juristentage
  • 2. Die Juristentage ab 1871: Die Ausführbarkeit eines einheitlichen Güterrechts
  • 3. Der 12. Deutsche Juristentag 1874/75: Die Vorstellung der Güterrechtsysteme
  • a. Die Gutachter und die Unterordnung der weiblichen Bedürfnisse
  • b. Die Rechte der Frau: Der Diskurs verliert sich in der Haftung der Ehefrau
  • 4. Der 13. Deutsche Juristentag 1876: Die Entwicklung der Wahlgüterstände
  • 5. Zusammenfassung: Die Grundsteinlegung des Güterrechts auf den Juristentagen
  • II. Der Gesetzgebungsprozess: Die Entwicklung eines einheitlichen Güterrechts
  • 1. Die Vorkommission von 1874
  • 2. Die Arbeit der ersten Kommission
  • a. Der Entwurf Richard Schröders und die Kritik am Mundium
  • b. Die Vorarbeit: Entscheidungen über das Wesentliche
  • aa. Das gesetzliche Güterrecht: Die Sicherung des Mannes als Familienoberhaupt
  • bb. Der Aspekt der Haftung der Ehefrau
  • cc. Die Geschäftsfähigkeit der Ehefrau und ihre Vereinbarkeit mit der finanziellen Vorrechtsstellung des Ehemannes
  • c. Plancks Entwurf von 1880 und seine Zugeständnisse an den Erwerb der Ehefrau
  • aa. Die allgemeinen Ehewirkungen und die formale Unabhängigkeit der Frau
  • bb. Die Verwaltungsgemeinschaft und die Sonderstellung des Arbeitserwerbs der Ehefrau
  • cc. Die Wahlgüterstände und deren Einfluss auf den Arbeitserwerb der Ehefrau
  • dd. Zusammenfassung und Fazit
  • 3. Der erste Gesetzesentwurf von 1887
  • 4. Die Behandlung des ersten Entwurfes in der Wissenschaft und Praxis
  • a. Otto von Gierke – Der „eifrigste Gegner“ und die Bedeutung der arbeitenden Ehefrau
  • b. Richard Schröder: Die Sicherung der Mobiliarrechte des Ehemannes
  • c. Das Überdauern des Mundiums und dessen Vereinbarkeit mit dem Arbeitserwerb der Ehefrau
  • d. Die Verwaltungsgemeinschaft und die zweckmäßige Ausnutzung der Ehefrau
  • e. Plancks Verteidigung der Geschäftsfähigkeit der Ehefrau
  • 5. Die Reaktion der Frauenbewegung auf den ersten Entwurf
  • a. Luise Otto-Peters und der Allgemeine Deutsche Frauenverein
  • b. Marie Stritt
  • 6. Zwischenfazit
  • 7. Die zweite Kommission von 1891–1895 und die Vernachlässigung der weiblichen Bedürfnisse
  • a. Das Kernstück des Güterrechts: Die männliche Eheherrschaft
  • b. Das neue Interesse der Frauen: Die rechtliche Ausgestaltung der Selbstständigkeit
  • 8. Der zweite Entwurf von 1895 und die scharfe Kritik der Frauenbewegung
  • a. „Die Frau im neuen bürgerlichen Gesetzbuch“
  • b. „Das deutsche Recht und die deutschen Frauen“
  • 9. Der Gang des Entwurfs durch den Reichstag
  • a. Die Anträge-Pauli: Die Änderung des Kündigungsrechts und Stärkung der weiblichen Geschäftsfähigkeit
  • b. Die Maßnahmen und Gegenentwürfe der Frauenbewegung
  • c. Reichstagsdebatten: Die Behandlung der Frau und ihrer Arbeitskapazität
  • d. Der Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens
  • 10. Fazit und Zusammenfassung
  • III. Das Familienrecht des Bürgerlichen Gesetzbuchs vom 01. Januar 1900
  • 1. Die allgemeinen Ehewirkungen
  • 2. Die Geschäftsfähigkeit der Ehefrau
  • 3. Das Kündigungsrecht und sein Missbrauch
  • 4. Die Verwaltungsgemeinschaft und das Schicksal des weiblichen Arbeitserwerbes
  • a. Die gesetzlichen Auswirkungen
  • b. Die gesellschaftlichen Folgen der Verwaltungsgemeinschaft und die Relevanz von Kontrollrechten
  • c. Fazit und Wertung: Die innere Zerrissenheit der Verwaltungsgemeinschaft
  • 5. Die Wahlgüterstände und ihr Einfluss auf den Erwerb der verheirateten Frau
  • a. Die Formen der Güterverbindung
  • b. Die Gütertrennung
  • c. Die Bedeutung für den persönlichen Arbeitserwerb
  • 6. Die Handelsfrau – eine Chance auf Unabhängigkeit
  • a. Die allgemeinen Regelungen des BGB
  • b. Die güterrechtlichen Auswirkungen
  • c. Die Behandlung in der Rechtswissenschaft
  • d. Bewertung und Fazit
  • 7. Rechtsmittel
  • 8. Die Reaktionen der Frauenbewegung auf das Bürgerliche Gesetzbuch
  • a. Die Enttäuschung der bürgerlichen Frauenbewegung
  • b. Emilie Kempins zurückhaltende Kritik
  • c. Marianne Weber und die eheliche Tradition
  • IV. Fazit
  • Teil 6: Deutschland und Frankreich – Resümee des persönlichen Arbeitserwerbs verheirateter Frauen im Vergleich
  • 1. Kapitel: Die Beteiligung der Frauen an den Gesetzgebungen und deren Auswirkungen
  • 2. Kapitel: Die das Gesetzgebungsverfahren beeinflussenden Faktoren und Vorgehensweisen
  • 3. Kapitel: Die Geschäftsfähigkeit der Ehefrau und die allgemeinen Ehewirkungen
  • 4. Kapitel: Biens réservés vs. Vorbehaltsgut
  • 5. Kapitel: Die Kontrollrechte des Ehemannes an den biens réservés und dem Vorbehaltsgut
  • 6. Kapitel: Die Vereinbarkeit der weiblichen Beitragspflicht mit der ehelichen Pflichtenverteilung – ein gerechter Ausgleich?
  • 7. Kapitel: Die Handelsfrau und die marchande publique
  • 8. Kapitel: Die Anwendung und Auswirkungen der neuen Bestimmungen rund um den Arbeitserwerb der verheirateten Frau
  • 9. Kapitel: Gesamtbetrachtung
  • Literaturverzeichnis

Europäische Hochschulschriften Recht

European University Studies in Law

Publications Universitaires Européennes de Droit

Band/Volume 6846

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort

  2. Abkürzungsverzeichnis

  3. Einleitung

  4. Forschungsstand

  5. Teil 1 Die erwerbstätige Ehefrau im 19. Jahrhundert

    1. 1. Kapitel: Die Bedeutung der Familie als Versorgungsgemeinschaft zu Beginn des 19. Jahrhunderts

    2. 2. Kapitel: Die gesellschaftliche Rolle der Ehefrau als Leitbild der Güterstände

    3. 3. Kapitel: Faktoren für den Erwerb der verheirateten Frau

      1. I. Zugriffsmöglichkeiten der Ehefrau

      2. II. Die wirtschaftliche Bedeutung der Frauenarbeit

    4. 4. Kapitel: Zusammenfassung

  6. Teil 2 Die Bedeutung des Eherechts für die Erwerbstätigkeit der verheirateten Frau

    1. 1. Kapitel: Frankreich und der Code Civil

      1. I. Die Arbeiten am Code Napoléon

      2. II. Das Familienrecht des Code Civil

        1. 1. Die allgemeinen Ehewirkungen

        2. 2. Die Zuordnung des Vermögens – Das Güterrecht und die persönlichen Arbeitsprodukte der Ehefrau

          1. a. Régime en communauté legale – Die gesetzliche Gütergemeinschaft

            1. aa. Die Teilung des Vermögens und Verteilung der Befugnisse

            2. bb. Die Haftungsverteilung

          2. b. Régime en communauté

          3. c. Séparation des biens

          4. d. Régime dotal

      3. III. Zusammenfassung und Fazit

    2. 2. Kapitel: Deutschland und das „Regionalsystem“

      1. I. Ein Flickenteppich des Rechts

      2. II. Das Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten von 1794

        1. 1. Die allgemeinen Ehewirkungen und die Geschäftsfähigkeit der Ehefrau

        2. 2. Die Verwaltungsgemeinschaft

        3. 3. Die Allgemeine Gütergemeinschaft

        4. 4. Die Judikatur zur Stellung der Frau

        5. 5. Zusammenfassung

      3. III. Das sächsische BGB von 1863

        1. 1. Allgemeine Ehewirkungen und Geschäftsfähigkeit

        2. 2. Die Verwaltungsgemeinschaft

        3. 3. Zusammenfassung und Fazit

      4. IV. Das Römische Recht

        1. 1. Allgemeine Ehewirkungen

        2. 2. Das Dotalsystem

        3. 3. Zusammenfassung

      5. V. Der Code Civil der Rheinbundstaaten

      6. VI. Zusammenfassung und Fazit

    3. 3. Kapitel: Das französische und deutsche Familienrecht im Vergleich – Die Ausgangspunkte zukünftiger Gesetzgebungen

      1. I. Die allgemeinen Ehewirkungen und die Geschäftsfähigkeit

      2. II. Die Güterstände und die Verfügung über die Arbeitsprodukte der Ehefrau

      3. III. Zusammenfassung und Fazit

  7. Teil 3 Normative Grundlagen weiblicher Unabhängigkeit

    1. 1. Kapitel: Gesetzliche Schutzmechanismen zugunsten der finanziellen Selbstständigkeit der Ehefrau

      1. I. Die Schlüsselgewalt und das mandat tacite

      2. II. Die Vermögensabsonderung und die séparation des biens

      3. III. Die hypothekarische Sicherung des eingebrachten Gutes

      4. IV. Restitutionszahlungen, Rückerstattungsansprüche, Verzicht – Die Haftung des Ehemannes

      5. V. Fazit zur Effektivität der gesetzlichen Schutzmechanismen

    2. 2. Kapitel: Der Sonderfall der gewerbetreibenden Ehefrau

      1. I. Die Handelsfrau vor der Einführung des BGB

      2. II. Die marchande publique im Code Civil

      3. III. Vergleich und Fazit

    3. 3. Kapitel: Der Ehevertrag als Instrument zur Sicherung weiblicher Selbstständigkeit?

      1. I. Die eingeschränkte Vertragsfreiheit des Code Civil und der ordre public

        1. 1. Möglichkeiten der Gestaltung

        2. 2. Die Wahrnehmung einer vertraglichen Regelung durch die Eheleute

        3. 3. Die Auswertung der Empirie hinsichtlich des Vorkommens der Güterrechtsregimes

        4. 4. Zusammenfassung und Fazit

      2. II. Eheverträge in deutschen Territorien

        1. 1. Die Vertragsmodalitäten in den deutschen Territorien

        2. 2. Das Gebiet des Badischen Landrechts

        3. 3. Stichproben aus Hessen

        4. 4. Der Fall Marianne Weber

        5. 5. Fazit

      3. III. Vergleich und Ergebnis

    4. 4. Kapitel: Bedeutsame Institutionen: Die Gesetze und Praxis der Spar- und Rentenkassen

      1. I. Die Gesetze der Caisse D’Épargne

        1. 1. Das Gesetz vom 9. April 1881

        2. 2. Das Gesetz vom 20. Juli 1895

        3. 3. Die Auswirkungen und Annahme durch die verheiratete Frau

      2. II. Die Gesetze der Caisse Nationale de Retraites

        1. 1. Das Gesetz vom 18. Juni 1850

        2. 2. Das Gesetz vom 20. Juli 1886

      3. III. Die Sparkassen

      4. IV. Die Alterssicherung

        1. 1. Vielfältige Formen der Altersvorsorge

        2. 2. Die Invaliditäts- und Altersversicherung

      5. V. Vergleich und Fazit

  8. Teil 4 Die Frauen werden zur Frage – Ein gesellschaftlicher Umbruch

    1. 1. Kapitel: Das Idealbild der Frau im Spannungsfeld der Industrialisierung

    2. 2. Kapitel: Die Facetten des Feminismus in Frankreich

      1. I. Der „gemäßigte“ und der „radikale“ Feminismus – Die Spaltung

      2. II. Jeanne Schmahl und die Avant-Courrière

    3. 3. Kapitel: Die Frauenfrage in Deutschland

      1. I. Der erste Frauenverein: Luise Otto-Peters und der ADF

      2. II. Die Spaltung der bürgerlichen Frauenbewegung

    4. 4. Kapitel: Zusammenfassung und Vergleich

  9. Teil 5 Der lange Weg: Die gesetzliche Berücksichtigung der erwerbstätigen Ehefrau

    1. 1. Kapitel: Loi relative au libre salaire de la femme mariée et ci la contribution des époux aux charges du ménage du 13 juillet 1907

      1. I. Der Gesetzesvorschlag von Jeanne Chauvin 1893 – Die partielle Gütertrennung als Hoffnung finanzieller Unabhängigkeit

      2. II. Die Behandlung des freien Lohns der Ehefrau in der Rechtswissenschaft

        1. 1. Société d‘Études législatives: Einblicke in die Praxis des weiblichen Arbeitserwerbs

        2. 2. Tissiers Idee von dem pécule réservée

        3. 3. Die Angst vor der Gütertrennung

        4. 4. Tissiers Replik: Das Fortbestehen der ehelichen Gemeinschaft

        5. 5. Saleilles Verteidigung des weiblichen Sonderverwaltungsrechts

        6. 6. Saleilles Gesetzesentwurf um die biens réservés

        7. 7. Zusammenfassung und Fazit

      3. III. Die Entwicklung des Gesetzes über den freien Lohn der verheirateten Frau

        1. 1. Der Beginn: Die Gesetzesinitiativen vom 9. Juli 1894

          1. a. Léopold Goirand als Verbündeter der Avant-Courrière

          2. b. Joseph-Auguste Jourdan: Die Verfügung über den weiblichen Erwerb unter Vorbehalt

        2. 2. Die Beschränkung auf die unmittelbaren Arbeitsprodukte

        3. 3. Die Abstimmung der Abgeordnetenkammer: Proposition hypocrite

        4. 4. Georges Grosjean: Vorschlag vom 27. Februar 1905 – Der Ausbau der weiblichen Verfügungsbefugnisse

        5. 5. Antonin Gourju: Vorschlag vom 26. Juni 1906 – „Le libre salaire de la femme mariée”

        6. 6. Die abschließenden Regelungsaspekte

          1. a. Der Bericht von Pierre-Ernest Guillier als Wegweiser

            1. aa. Die Vorgehensweise

            2. bb. Die Begünstigten des pécule réservé

            3. cc. Die Ersparnisse

            4. dd. Die Befugnisse der Ehefrau

            5. ee. Der Verzicht auf die communauté

            6. ff. Die Rechte der Gläubiger

            7. gg. Der Missbrauchs-Schutz

          2. b. Der Gesetzesentwurf

        7. 7. Die erste Senatssitzung vom 14. Mai 1907: Der Umfang der biens réservés und die Konkretisierung der Missbrauchsvoraussetzungen

        8. 8. Zweite Senatssitzung vom 24. Mai 1907: Die Detailarbeit

          1. a. Die Schaffung eines neuen ordre public

          2. b. Die Haftungsfrage der Ehefrau als Teil ihrer vermögensrechtlichen Unabhängigkeit

          3. c. Die Auflösung der Ehe

        9. 9. Zusammenfassung und Fazit

      4. IV. Die Struktur des Loi relative au libre salaire

        1. 1. Die Neuerungen des Gesetzes

          1. a. Die incapacité der verheirateten Frau

          2. b. Die biens réservés und die Beeinflussung der Güterstände

          3. c. Die Verwaltungsbefugnisse: Der Umfang und die Grenzen

          4. d. Die Haftung der biens réservés

          5. e. Die Implikationen der Missbrauchskontrolle und das Zusammenspiel mit der Beitragspflicht

          6. f. Die marchande publique

          7. g. Die Prozessführungsbefugnis

        2. 2. Die Bewertung des Gesetzes und die Reaktionen der Öffentlichkeit

          1. a. Die Rechtswissenschaften

            1. aa. Raymond Saleilles – Die Beurteilung des Gesetzes unmittelbar nach seiner Verabschiedung

              1. aaa. Die Auswirkungen auf die incapacité de la femme mariée und die Eigentumsverhältnisse des Güterrechts

              2. bbb. Von der Etablierung eines neuen ordre public

              3. ccc. Das neue Verständnis der Ehe

            2. bb. Pierre Bermond – Die ersten Jahre des Loi au libre salaire

              1. aaa. Die Vorteile des Loi au libre salaire im Rahmen der Güterrechtssysteme

              2. bbb. Der ordre public-Charakter des Gesetzes von 1907

              3. ccc. Contribution des époux aux charges de ménage

            3. cc. Ein Meinungsspektrum

            4. dd. Zusammenfassung und Fazit

          2. b. Die Reaktionen der Frauenbewegung und der Öffentlichkeit

            1. aa. Conseil national des femmes françaises

            2. bb. Der Umgang der Presse mit dem Loi au libre salaire

            3. cc. Die Feministinnen um die Avant-Courrière und Jeanne Schmahl

            4. dd. Zusammenfassung und Fazit

        3. 3. Die Anwendung: Der Kampf um Beachtung

          1. a. Die weibliche Wahrnehmung

          2. b. Die Beurteilung der Rechtswissenschaft und juristische Auswirkungen

          3. c. Zusammenfassung und Fazit

        4. 4. Der Charakter und die Durchschlagskraft des Loi au libre salaire

    2. 2. Kapitel: Das Bürgerliche Gesetzbuch vom 01. Januar 1900 und die Sonderbehandlung der Arbeitskraft der Ehefrau

      1. I. Der Ausgangspunkt: Die Entwicklung des Familienrechts und die Behandlung der erwerbstätigen Ehefrau durch die Rechtswissenschaft

        1. 1. Ein holpriger Start: Die ersten Juristentage

        2. 2. Die Juristentage ab 1871: Die Ausführbarkeit eines einheitlichen Güterrechts

        3. 3. Der 12. Deutsche Juristentag 1874/75: Die Vorstellung der Güterrechtsysteme

          1. a. Die Gutachter und die Unterordnung der weiblichen Bedürfnisse

          2. b. Die Rechte der Frau: Der Diskurs verliert sich in der Haftung der Ehefrau

        4. 4. Der 13. Deutsche Juristentag 1876: Die Entwicklung der Wahlgüterstände

        5. 5. Zusammenfassung: Die Grundsteinlegung des Güterrechts auf den Juristentagen

      2. II. Der Gesetzgebungsprozess: Die Entwicklung eines einheitlichen Güterrechts

        1. 1. Die Vorkommission von 1874

        2. 2. Die Arbeit der ersten Kommission

          1. a. Der Entwurf Richard Schröders und die Kritik am Mundium

          2. b. Die Vorarbeit: Entscheidungen über das Wesentliche

            1. aa. Das gesetzliche Güterrecht: Die Sicherung des Mannes als Familienoberhaupt

            2. bb. Der Aspekt der Haftung der Ehefrau

            3. cc. Die Geschäftsfähigkeit der Ehefrau und ihre Vereinbarkeit mit der finanziellen Vorrechtsstellung des Ehemannes

          3. c. Plancks Entwurf von 1880 und seine Zugeständnisse an den Erwerb der Ehefrau

            1. aa. Die allgemeinen Ehewirkungen und die formale Unabhängigkeit der Frau

            2. bb. Die Verwaltungsgemeinschaft und die Sonderstellung des Arbeitserwerbs der Ehefrau

            3. cc. Die Wahlgüterstände und deren Einfluss auf den Arbeitserwerb der Ehefrau

            4. dd. Zusammenfassung und Fazit

        3. 3. Der erste Gesetzesentwurf von 1887

        4. 4. Die Behandlung des ersten Entwurfes in der Wissenschaft und Praxis

          1. a. Otto von Gierke – Der „eifrigste Gegner“ und die Bedeutung der arbeitenden Ehefrau

          2. b. Richard Schröder: Die Sicherung der Mobiliarrechte des Ehemannes

          3. c. Das Überdauern des Mundiums und dessen Vereinbarkeit mit dem Arbeitserwerb der Ehefrau

          4. d. Die Verwaltungsgemeinschaft und die zweckmäßige Ausnutzung der Ehefrau

          5. e. Plancks Verteidigung der Geschäftsfähigkeit der Ehefrau

        5. 5. Die Reaktion der Frauenbewegung auf den ersten Entwurf

          1. a. Luise Otto-Peters und der Allgemeine Deutsche Frauenverein

          2. b. Marie Stritt

        6. 6. Zwischenfazit

        7. 7. Die zweite Kommission von 1891–1895 und die Vernachlässigung der weiblichen Bedürfnisse

          1. a. Das Kernstück des Güterrechts: Die männliche Eheherrschaft

          2. b. Das neue Interesse der Frauen: Die rechtliche Ausgestaltung der Selbstständigkeit

        8. 8. Der zweite Entwurf von 1895 und die scharfe Kritik der Frauenbewegung

          1. a. „Die Frau im neuen bürgerlichen Gesetzbuch“

          2. b. „Das deutsche Recht und die deutschen Frauen“

        9. 9. Der Gang des Entwurfs durch den Reichstag

          1. a. Die Anträge-Pauli: Die Änderung des Kündigungsrechts und Stärkung der weiblichen Geschäftsfähigkeit

          2. b. Die Maßnahmen und Gegenentwürfe der Frauenbewegung

Details

Seiten
XVIII, 466
Erscheinungsjahr
2026
ISBN (PDF)
9783631938669
ISBN (ePUB)
9783631938676
ISBN (Paperback)
9783631938508
DOI
10.3726/b22956
Sprache
Deutsch
Erscheinungsdatum
2026 (Februar)
Schlagworte
Frankfreich Deutschland Marchande public Handelsfrau Kündigungsrecht Biens reservées Vorbehaltsgut Verfügungsgerechtigkeit Ehefrau 19. Jahrhundert Lohngerechtigkeit Eherecht Rechtsvergleich
Erschienen
Berlin, Bruxelles, Chennai, Lausanne, New York, Oxford, 2026. xviii, 466 S., 1 Tab.
Produktsicherheit
Peter Lang Group AG

Biographische Angaben

Edith Viola Dali (Autor:in)

Edith Viola Dali studierte Rechtswissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen, wo ihre Promotion im Rahmen eines Projektes der Deutschen Förderungsgemeinschaft zum Thema der Lohngerechtigkeit entstand.

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Titel: Das freie Erwerbseinkommen der Ehefrau