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Die Flucht vor der Vernunft und die Suche nach ihr

Beiträge chinesischer Germanisten zur internationalen Germanistik

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Edited By Maoping Wei

Die chinesische Germanistik erlebt gegenwärtig ihre Blütezeit – insbesondere dadurch, dass die Zahl der Universitäten, an denen man Germanistik als Bachelorstudiengang belegen kann, stark gestiegen ist. Die vorliegende Publikation besteht aus den Beiträgen chinesischer Germanisten, die eben dieser Universitätslandschaft entstammen.

Der Band ist viergeteilt. In einem ersten Abschnitt werden Beiträge zur deutschen Literatur mit Schwerpunkt auf der Textanalyse vorgestellt. Die Mehrzahl der Arbeiten des zweiten Teils «Zwischen China und Deutschland» betrachtet die chinesisch-deutschen Literaturbeziehungen, um auf diesem Spannungsfeld der Selbst- und Fremdbilder intellektuelle wie auch ästhetische Brücken zwischen China und Deutschland zu schlagen. Der dritte Teil widmet sich dem Thema «Märchen oder Magie». Die Referenten dieser Beiträge haben wohl geahnt, dass im Wunderbaren das Wesen der Literatur liegt und die Flucht vor der Vernunft durch ihre Forschungsthemen ebenfalls eine Suche nach ihr ist. Der vierte Teil, «Varia», beinhaltet verschiedene Beiträge über chinesisch-deutsche Fragestellungen wie Übersetzung oder Ausbildung.

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Raum als Ort des Gedächtnisses. Zu Christoph Ransmayrs Morbus Kitahara (Xie Meiqing)

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XIE MEIQING (SHANGHAI)

Raum als Ort des Gedächtnisses

Zu Christoph Ransmayrs Morbus Kitahara

Abstract: In Morbus Kitahara entfaltet Christoph Ransmayr eine pessimistische geschichtliche Vision und platziert seine Figuren in einem von Gebirgen umgebenen Niemandsland, in dem die Romanfiguren als Gefangene einer traumatischen und unauffindbaren Vergangenheit auf der vergeblichen Suche nach Sinn sind und zugleich eine Dystopie menschlichen Zusammenlebens als alternative Nachkriegsgeschichte dargestellt wird. Die vorliegende Arbeit geht von der Annahme aus, dass der Raum in Morbus Kitahara als ein wichtiges Erzählprinzip nicht nur die Handlungen zusammenhält, sondern als Resultat des menschlichen Handelns und dessen kulturellem Konstrukt auch die verborgene innerliche Welt der Figuren manifestiert.

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