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Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft XXIX (2007)- In Verbindung mit dem Vorstand der Grimmelshausen-Gesellschaft

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Edited By Dieter Breuer

Im Juni 2007 fand in Oberkirch und Renchen unter dem Thema «Grimmelshausens Simplicissimus im Kontext des europäischen Romans» der Kongress der Grimmelshausens-Gesellschaft statt. Dieser Band enthält die Beiträge des Kongresses und geht der Frage nach, weshalb der Simplicissimus als einziger deutschsprachiger Roman der frühen Neuzeit bis auf den heutigen Tag in hohem kanonischen Ansehen steht, was den Roman, wie sein Autor es wünschte, «aufhebens Werth» gemacht hat. Die Referenten untersuchen die Bedeutung des Simplicissimus anhand von Vergleichen mit der europäischen Romantradition. Dabei geht es weniger um Quellenfragen als um Fragen der Qualität: um Grimmelshausens Anteil an der Herausbildung einer modernen Romanpoetologie, um seinen unkonventionellen Umgang mit den Konstruktionsprinzipien des hohen und niederen Romans, mit der realistisch-satirischen Erzähltradition und den Formproblemen des autobiographischen Erzählens sowie um seine Kunstgriffe bei der Einformung unterschiedlichster Materien.
Hinzu kommen weitere Beiträge der Grimmelshausen-Forschung sowie Rezensionen zu Neuerscheinungen.

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Die Grimmelshausen-Gesellschaft veranstaltet im Abstand von drei Jahren in Verbindung mit ihrer Mitgliederversammlung einen wissenschaftlichen Kon­ greß. In diesem Jahr stand er unter dem Thema: "Grimmelshausens Simplicis­ sinms im Kontext des europäischen Romans". Er fand vom 20.-23. Juni 2007 in Oberkirch und Renchen statt, von beiden Grimmelshausen-Städten wieder großzügig unterstützt. Vorbereitet und geleitet vom Präsidenten der Grimmels­ hausen-Gesellschaft, sollte der Kongreß klären, weshalb der Simplicissinms als einziger deutschsprachiger Roman der frühen Neuzeit bis auf den heutigen Tag in hohem kanonischen Ansehen steht, was den Roman, wie sein Autor es wünschte, "aufhebens Werth" gemacht hat. Die 22 Referenten versuchten solche Fragen über Vergleiche mit der euro­ päischen Romantradition zu beantworten. Dabei ging es weniger um Quellen­ fragen als um Fragen der Qualität: um Grimmelshausens Anteil an der Heraus­ bildung einer modernen Romanpoetologie, um seinen unkonventionellen Um­ gang mit den Konstruktionsprinzipien des hohen und niederen Romans, mit der realistisch-satirischen Erzähltradition und den Formproblemen des auto­ biographischen Erzählens, um seine Kunstgriffe bei der Einformung unter­ schiedlichster Materien. Zu Vergleichen herangezogen wurden die Menippea (Apuleius, Lukian), Morus, Rabelais, die spanische novela picaresca, Cervan­ tes (Don Quijote, Exemplarische Novellen), Scarron, Sidney, Sorel, Hierony­ mus Dürer, Reutter, Defoe, Sterne, Thackeray, Goethes Wilhelm Meister, Grass. Vergleichend konnten nicht nur zahlreiche Episoden des Simplicissinms neu interpretiert , sondern auch die immer wieder erstaunliche Reflektiertheit und Offenheit, d.h. die Modernität des simplicianischen Autors und seines großen Gegenwartsromans unter Beweis gestellt werden. Daß dem Kongre...

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