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Begriffene Geschichte – Geschichte begreifen

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Holger Thünemann, Jürgen Elvert, Christine Gundermann and Wolfgang Hasberg

Wer Geschichte in ihrem Wesen begriffen hat, der weiß, dass der Gegenwart immer eine Zukunft, dass dem Heute immer ein Morgen folgt. Jörn Rüsen hat sich mit dem einmal Erreichten nie zufrieden gegeben, sondern hat in den vergangenen fünf Jahrzehnten seit seiner Promotion an der Universität zu Köln immer wieder zentrale wissenschaftliche Beiträge zum besseren Begreifen der Geschichte vorgelegt. Weggefährten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland, die seinen Weg weiter verfolgen, knüpfen in diesem Band an Rüsens Œuvre an und setzen sich mit seinen geschichtstheoretischen, geschichtsdidaktischen und kulturwissenschaftlichen Positionen produktiv auseinander.

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Promotion als Wegmarke – Jörn Rüsen zum 50-jährigen Doktorjubiläum

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Promotionen sind im akademischen Leben (wieder) ein Anlass zum Feiern. Sie sind Ausdruck der Vitalität von Instituten, Fakultäten und Universitäten, Ausdruck ihrer Fähigkeit, den akademischen Nachwuchs für die Wissenschaft zu begeistern und ihr neuen Esprit zu verleihen. Promotionen sind zugleich Wegmarken im Leben eines Wissenschaftlers bzw. einer Wissenschaftlerin. Mit dem Erlangen des Doktortitels wird die Aufnahme in die scientific community vollzogen, in der dessen Träger fortan als jemand gilt, der zu selbständigem wissenschaftlichen Arbeiten befähigt ist.

Die fünfzigste Wiederkehr einer Promotion zu begehen, ist nicht jedem Wissenschaftler vergönnt und gehört daher im akademischen Leben von Fakultäten zu den eher seltenen und deshalb umso markanteren Erinnerungsanlässen. Erinnert wird dabei an den die Wissenschaft belebenden Impuls, der von einer Promotion ausgegangen ist, zumal dann, wenn – wie im Falle Jörn Rüsens – dieser Impuls über ein halbes Jahrhundert hinweg lebendig geblieben ist. Jörn Rüsen hat sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten in weit über fünfhundert Publikationen mit geschichtstheoretischen, geschichtsdidaktischen und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen gleichermaßen befasst, aber im Kern ging es ihm doch vor allem um eines: um das Begreifen von Geschichte. Das ist der Grund für den Titel des vorliegenden Bandes.

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