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Das zeitgenössische Bilderbuch

Didaktische Chance und Herausforderung in der elementarpädagogischen Ausbildung

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Eva-Maria Dichtl

Die Studie widmet sich der Bedeutung von (angehenden) Fachkräften für kindliche Rezeptionsprozesse im institutionalisierten Kontext der Elementar- und Kindheitspädagogik. Dabei wertet die Autorin das unterschätzte Medium Bilderbuch auf, dessen verengte Wahrnehmung oftmals den didaktischen Mehrwert auch auf Seiten der pädagogischen Fachkräfte übersieht. Auf wissenschaftlicher Ebene fokussiert die Studie eine empirisch fundierte Theoriebildung zur Rolle von Fachkräften im kindlichen Rezeptionsprozess von Bilderbüchern. Mithilfe von Daten- und Methodentriangulation wirft die Autorin einen mehrperspektivischen Blick auf stabile Seh- und Rezeptionsgewohnheiten und damit verbundene handlungswirksame Theorien von Erwachsenen über den Gegenstand und dessen Vermittlung im institutionellen Kontext. Den praktischen Ertrag bildet die Konzeption von Modulen zur wissenschaftlichen Weiterbildung und in der akademischen Ausbildung.

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7 Evaluation der Konzeption

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7 Evaluation der Konzeption

Die nachfolgend dargestellte Evaluation sucht nach empirischen Belegen für die Qualität und Wirkung der konzipierten Module. Damit steht die Bewertung der Maßnahme im Vordergrund und ist hiermit von Aktivitäten der Interventionsforschung, die auf die Entwicklung von Maßnahmen ausgerichtet ist, abzugrenzen (vgl. Bortz & Döring, 20064, S. 102). Evaluiert werden Prozess und Ergebnis der Module. Insbesondere zur Bestimmung der Wirkungen werden Effekte zur angeleiteten Bilderbuchrezeption mit Kindern als auch Belege eigener Haltungen zum Gegenstand aus Exploration und Ergebnisevaluation im Sinne eines Prä-Post-Designs herangezogen. Nach dem methodischen Erfassen und begründeten Bewerten von Prozess, Ergebnis und Wirkungen schließt das Kapitel mit der Diskussion der Evaluation sowie den Schlussfolgerungen zu Konzeption und Durchführung der Module.

7.1 Überlegungen zum methodischen Vorgehen

Eine empirisch-statistische Überprüfung zu Effektmessungen hinsichtlich Weiterbildungsangeboten liegt für die Individualpsychologie von Dagmar Kasüschke (1997) vor. Ihre Ergebnisse zeigen in einem quantitativen Prä-Post-Follow-Up-Design Effekte individualpsychologischer Interventionen. Da sich die in der Theoriebildung aufgeworfenen Einstellungen und Haltungen zum Bilderbuch nicht ausschließlich quantitativ fassen lassen, werden zur Effektmessung der Module mehrere qualitative Methoden analog zum Forschungsdesign der Exploration trianguliert: Die Evaluation orientiert sich an einem qualitativen Design, das in einem Methodenmix „komplexe Wirkungsgefüge“ zu fassen sucht (Dresing, Kuckartz, Rädiker & Stefer, 2007, S. 14). Dokumentenanalysen und vergleichende Momentaufnahmen unterstützen eine Evaluation im Prozess. Zur Ergebnisevaluation werden die Daten der Exploration in einem Prä-During-Post-Design zu denen der Evaluation...

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