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Arabische Sprache im Kontext

Festschrift zu Ehren von Eckehard Schulz

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Edited By Beate Backe, Thoralf Hanstein and Kristina Stock

Den Eintritt in den «Ruhestand» von Eckehard Schulz, Professor für Arabische Sprach- und Übersetzungswissenschaft an der Universität Leipzig von 1993 bis 2018, haben nationale und internationale Fachkolleg*innen und Schüler*innen zum Anlass genommen, um in ihren Beiträgen aufzuzeigen, wie relevant die arabische Sprache und vor allem deren angemessene Beherrschung mittlerweile in den verschiedenen Bereichen von Wissenschaft und Praxis geworden sind. Unter Beachtung der aktuellen politischen und sozialen Gegebenheiten erstreckt sich der Kontext von den Teilgebieten der Linguistik – wie z.B. der Übersetzungswissenschaft, Grammatik und Dialektologie – über Politik- und Rechtswissenschaft sowie Didaktik und Ethnologie bis hin zu den Medienwissenschaften und zur Informatik.

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Zwischen Ost und West – Erzählungen von Hassouna Mosbahi in deutscher Übersetzung (Regina Karachouli)

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Zwischen Ost und WestErzählungen von Hassouna Mosbahiin deutscher Übersetzung

Regina Karachouli, Leipzig

Hassouna Mosbahi (Ḥassūna al-Miṣbāhī) gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller der tunesischen Gegenwartsliteratur.1 Zudem ist er ein namhafter Sachbuchautor, Herausgeber, Übersetzer und Feuilletonist. Seine Werke wurden ins Deutsche, Französische, Englische und Spanische übersetzt.

Das karge, harte Milieu seiner Kindheit in einem hinter Kairouan gelegenen kleinen Dorf, in dem er 1950 geboren wurde, sollte ihn auch später als Schriftsteller prägen; immer wieder bildet es den Hintergrund seines Erzählens. Bereits als Gymnasiast begann er zu schreiben, und von Anfang an suchte er Alternativen zur gehobenen klassischen Sprache, indem er sich an der Ausdrucks- und Redeweise der einfachen Leute orientierte.

Nach dem Studium der französischen Literatur in Tunis arbeitete er dort als Französischlehrer. Begeistert suchte er Anschluss an die tunesische intellektuelle Avantgarde und vertrat deren heiß diskutierte linke Visionen einer Gesellschaftsveränderung. 1974 wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten zu zwei Jahren Haft verurteilt, kam jedoch vorzeitig durch eine Amnestie frei. Aus dem Schuldienst entlassen, kehrte er deprimiert über die Diskrepanz zwischen den offiziellen progressiven Losungen und einer restriktiven Kulturpolitik unter Habib Bourguiba (al-Ḥabīb Bū Ruqaiba, 1903–2000) in sein Dorf zurück. Fieberhaft vertiefte er sich in die Literatur, las Romane und Kurzgeschichten von Gustave Flaubert, Franz Kafka, Anton Tschechow, Ernest Hemingway und Dichtung von Charles Baudelaire, Arthur Rimbaud und Comte de Lautréamont. Bald schrieb er neue Erz...

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