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Sprache und Gesellschaft

Theoretische und empirische Kontexte der Linguistik

Series:

Edited By Joanna Szczęk and Łukasz Kumięga

Der Band adressiert die komplexe Relation zwischen Sprache und Gesellschaft und stellt deren theoretische Grundlagen vor und erprobt diese empirisch in bestimmten sozialen und institutionellen Kontexten. Diese Problematik wurde im Rahmen der folgenden thematischen Bereiche erfasst: linguistische Zugänge zum Diskursbegriff, Sprachbildung im Kontext der Migration, aktuelle Studien zur Stereotypenforschung, Pejorisierung im Kontext der Sozio- und Pragmalinguistik sowie Fallstudien zu diversen Aspekten der gegenwärtigen Diskurse. Somit reflektiert der Sammelband das Potenzial der gegenwärtigen linguistischen Forschung, zeigt deren mögliche Richtungen auf und lädt zur weiteren wissenschaftlichen Diskussion ein.

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Ursprünge des völkischen Antisemitismus und seine weitere Radikalisierung am Beispiel von Guido Lists Texten (Petr Pytlík)

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Petr Pytlík1

Abstract: Guido List, eine der führenden Persönlichkeiten der sogenannten völkischen Bewegung, wird oft als Vorläufer des nationalsozialistischen Denkens angesehen. Im vorliegenden Beitrag wird diese These infrage gestellt und es wird eine alternative Betrachtungsweise entworfen, die es ermöglicht, detailliert auf völkische Denkstrukturen einzugehen. Es ist ein Versuch am Beispiel des Bildes der Juden die Wurzeln, Denkmuster, Inspirationen (und deren konkrete Umsetzung) und Nachwirkung der Weltanschauung von List anhand einer gründlichen Textanalyse zu erörtern. Unausweichlich werden dabei mögliche Gemeinsamkeiten mit heutigen xenophoben Diskursen identifiziert und die Argumentationsweise von xenophob orientierten Texten anschaulich gemacht.

Schlüsselwörter: Guido List, Antisemitismus, Völkische Bewegung, Konservativismus, Armanismus

Origins of Völkisch Antisemitism and its Further Radicalization Using the Example of Guido List’s Texts

Abstract: Guido List, one of the leading figures in the so-called völkisch movement, is often regarded as a forerunner of National Socialism in Germany. In the present contribution, this thesis is called into question and an alternative approach is designed, which makes it possible to enter into völkisch thought structures in detail. This article is an attempt to use the example of the image of the Jews to discuss the roots, bases, inspirations (and their concrete implementation) and after-effects of List’s worldview on the basis of a textual analysis. Inevitably, the analysis brings out possible similarities with today’s xenophobic discourses and illustrates the argumentation in xenophobic minded texts.

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