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Schwabstedt und die Bischöfe von Schleswig (1268-1705)

Beiträge zur Geschichte der bischöflichen Burg und Residenz an der Treene

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Edited By Oliver Auge and Stefan Magnussen

Der Band umfasst die Beiträge eines 2018 in Schwabstedt veranstalteten Symposiums. Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland präsentierten aus archäologischer, historischer wie kunsthistorischer Perspektive erstmals eine umfassende Bewertung der bischöflichen Burg- und Residenzgeschichte in Schwabstedt. Die Autoren und die Autorin schlagen einen weiten Bogen von der Entstehung der Burg infolge der Übertragung Gottorfs an die Schleswiger Herzöge im Jahr 1268 bis zum Abriss des daraus hervorgegangenen frühneuzeitlichen Schlosses. Sie skizzieren dabei einerseits die überregionale Bedeutung, illustrieren jedoch auch das Wirken der Bischöfe vor Ort. Der Band ist somit ein wichtiger Beitrag für die stärkere Berücksichtigung dieses heute weitgehend vergessenen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Herrschaftszentrums in der regionalen wie überregionalen Geschichte.

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Eine halbdunkle Schlossanlage im Glanz großer Diplomatie. Die Bedeutung des Schwabstedter Schlosses im nachreformatorischen Herzogtum Schleswig (1542–1702/5)

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Stefan Magnussen

Abstract

Historical portrayals of the episcopal castle in Schwabstedt are mostly focused on its medieval period. While aspects such as its construction in the early 14th century and especially its role during the conflict over the Duchy of Schleswig in early 15th century were regularly discussed, the history of the further approximately 200 years tended to fade into the background. The present article presents an outline of the post-Reformation history of Schwabstedt Castle from the Reformation to its destruction in 1705, illustrating Schwabstedt’s important, albeit often marginalized role in early modern regional history. It is shown that Schwabstedt was not only considered several times as a backup residence for princes, but also remained a constant source of conflict in the disputes between Danish kings and Dukes of Gottorf.

Am 9. März des Jahres 1542 versammelten sich die Landstände der beiden Herzogtümer Schleswig und Holstein in Rendsburg. Dass sie dies taten, war für sich betrachtet gewiss noch kein allzu Aufsehen erregendes Ereignis, handelte es sich doch um die mehr oder weniger regelmäßig einberufene politische Vertretung des regionalen Klerus, der Ritterschaft und städtischer Vertreter.1 Doch an diesem Tag stand eine wichtige Verhandlung auf der Tagesordnung. Es ging um nichts Geringeres als die Annahme einer neuen, vom Wittenberger Theologen Johannes Bugenhagen ausgearbeiteten und auf die Besonderheiten der Herzogtümer angepasste Chrystlyke kerckehnordeninge, de yn den Fürstendömen Schleßwig, Holstein etc. schal geholden werdenn.2

Mit deren...

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