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Der Weg, die Wahrheit und das Leben

Das Problem des religiösen Pluralismus

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Thomas Park

Seitdem John Hick durch seine pluralistische Position den Weg für eine Annäherung der Religionen geschaffen hat, haben seine Werke viel Aufmerksamkeit von Anhängern und Kritikern erfahren. Dieses Werk setzt sich kritisch mit dem Lebenswerk Hicks auseinander, und vergleicht die Argumente für seine Ansicht mit denen von Perry Schmidt-Leukel, Alvin Plantinga und Karl Rahner. Der Autor legt die Prämissen der vier Positionen offen, und macht deutlich, warum trotz aller berechtigten Kritik die pluralistische Position die plausibelste Antwort auf die Frage liefert, wieso es mehrere Religionen gibt, wenn laut dem NT (nur) Jesus Christus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.

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7. Fazit zu Schmidt-Leukel

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S.-L.s Argumentation beruht in den meisten Fällen auf denselben Prämissen, wie sie Hick voraussetzt. Ebenso wie dieser geht er z.B. davon aus, dass die transzendente Wirklichkeit nicht an sich erfahren werde. Aufgrund der Unterscheidung in Noumenales und Phänomenales geht auch er von der Möglichkeit einer Vereinbarkeit nichtchristlicher und christlicher Lehre aus. Seine pluralistische Position basiert v.a. auf drei Voraussetzungen:

1. seiner Vorstellung von der transzendenten Wirklichkeit, die im Verhältnis zum Menschen unbedingt gut ist,

2. seiner Vorstellung von Offenbarung, einschließlich der Annahme, dass sich das Absolute allen Menschen erschließt,

3. der Annahme, dass sich gleichwertige Zeichen des Heils – im Sinne einer im Diesseits schon beginnenden Offenheit für Gott und den Mitmenschen – auch in nichtchristlichen Religionen finden.

S.-L. macht deutlich, dass die Position des Exklusivisten nicht konsistent ist, sobald dieser die erste Voraussetzung teilt. Auch die dritte Voraussetzung spricht gegen die exklusivistische Position. Umstritten ist freilich, ob moralische Kriterien zur Beurteilung der Echtheit der Heilszeichen herangezogen werden können. Dies scheint aber zumindest aus christlicher Sicht legitim, da Jesus selbst auf diese Kriterien zurückgreift. Gegen den Inklusivismus spricht, dass sich aus der zweiten Voraussetzung nicht ergibt, warum Jesus allen anderen Inkarnationen der göttlichen Liebe prinzipiell überlegen sein soll. Dass das Christentum allen anderen Religionen faktisch überlegen ist, müsste anhand der in Abschnitt 4 dargelegten Kriterien gezeigt werden. Aber bereits der angenommene Sachverhalt, dass sich im Leben von Christen weder eine moralische noch...

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