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Wort- und Formenvielfalt

Festschrift für Christoph Koch zum 80. Geburtstag. Unter Mitarbeit von Daniel Petit

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Edited By Anna Jouravel and Audrey Mathys

Die Festschrift ehrt Christoph Koch, Professor für Vergleichende und Indogermanische Sprachwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Zu seinem 80. Geburtstag vereint der Band wissenschaftliche und persönliche Beiträge von Kollegen, Schülern und Freunden. Sie umfassen verschiedene Bereiche der historischen und modernen Sprachwissenschaften wie der Indogermanistik, der Byzantinistik, der Slavistik oder Baltistik, greifen kunsthistorische und editionsphilologische Fragestellungen auf und spiegeln somit das breite Spektrum der Interessens- und Forschungsgebiete des Jubilars wider.

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Die Urkunde Nr. 5 aus der Dokumentensammlung Gustav Schmidt: Ein unedierter Brief des Naumburger Bischofs Heinrich II. von Stammer

Elena V. Grigoryeva

Extract

Im vorliegenden Beitrag wird die Urkunde Nr. 5 der Dokumentensammlung Gustav Schmidt näher vorgestellt. Das ist ein bisher unbekannter Brief des Naumburger Bischofs Heinrich II. von Stammer (gest. 1481), in dem er um eine finanzielle Hilfe für die Sanierungsarbeiten der Nikolai-Kirche in Liebenwerda (heute Bad Liebenwerda) nach einem Brand bittet. Der Text der Urkunde wurde am 27. Februar 1467 auf der Burg Zeitz vom Notaren Sebastian Russe geschrieben.

Zunächst sollten die paläographischen Aspekte der Urkunde Nr. 5 betrachtet werden: ihr Zustand, die Schrift, verwendete Abkürzungen und sonstige Besonderheiten der Rechtschreibung. Im Weiteren werden die Sprache und der Textaufbau analysiert und mit anderen Urkunden aus der Zeit, derselben oder anderer Autorschaft und der Region bezüglich der Wortwahl, des Wortgebrauchs, verwendeter Zitate usw. verglichen. Zum Schluss sollen ebenso die mit der Urkunde Nr. 5 im Bezug stehenden Realien und Personen näher dargestellt werden, soweit dies uns anhand der vorliegenden Materialien zum aktuellen Zeitpunkt möglich ist.

 

Zu der Dokumentensammlung Gustav Schmidt,1 die sich in der Bibliothek der Moskauer Lomonossow-Universität befindet, gehören unter anderem 26 bisher unedierte Urkunden auf Latein und Deutsch aus dem Spätmittelalter (14.–15. Jh.). Diese überwiegend von Geistlichen verfassten Urkunden entstanden meistens auf dem damaligen Gebiet des Halberstadter Bistums. Ursprünglich waren sie im Besitz der Liebfrauenkirche und des Halberstadter Doms der Heiligen Stephanus und Sixtus. Ein weiterer gesicherter Aufbewahrungsort der Urkunden war die Bibliothek des Halberstadter Domgymnasiums.2 Wie sie dahin gelangten,...

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