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Cú Chulainn’s Revival

Literarische Transformationen eines irischen Mythos im frühen 21. Jahrhundert

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Franziska Bock

Seit der Wiederentdeckung Cú Chulainns und seiner Stilisierung zum irischen Nationalhelden im Irish Literary Revival im 19. und 20. Jahrhundert ist das Interesse an ihm ungebrochen. Auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts befassen sich Autoren unterschiedlicher Nationalitäten mit den Erzählungen um diesen irischen Helden. Auf der Basis von 18 Werken zeigt dieses Buch die Veränderungen des Helden vom Mittelalter bis in die Moderne auf und legt dar, wie sich das Bild eines Kriegers gewandelt hat. Dabei werden die Werke nicht nur im Einzelnen, sondern auch im Vergleich betrachtet, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bearbeitungen aufzuzeigen.

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5 Fazit 408

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408 5 Fazit It [eine Adaptation] may […] keep [the] prior work alive, giving it an afterlife it would never have had other- wise.1574 Der Cú Chulainn-Mythos inspiriert Autoren aus verschiedenen Ländern, für un- terschiedliche Lese und Lesealter zu schreiben. Die Figur Cú Chulainn ist dabei immer positiv besetzt. Er ist der junge, strahlende Held, der sich erfolgreich al- len Problemen und Gefahren stellt. Seine Welt scheitert erst, als er selbst stirbt. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Autoren für ein junges Lesepublikum schrei- ben, eine Nacherzählung oder eine freie Bearbeitung vorgenommen haben. Viel- mehr ist es die Figur Cú Chulainn selbst, die die Autoren fasziniert. Die Verän- derungen am Mythos werden sehr individuell vorgenommen und lassen keine allgemeinen, verbindlichen Entwicklungen erkennen. Auffällig ist, dass die Bücher zwar dank Internetverkäufern wie Amazon weltweit zu erwerben sind, aber keine Übersetzung eines der hier behandelten Werke in eine andere Sprache existiert – im Gegensatz zu Kinsellas The Táin, die ins Deutsche, Französische und Spanische übersetzt wurde und somit auch außerhalb des englischen Sprachraums rezipiert wird, wenn auch mit mäßigem Erfolg. Zwar findet englischsprachige Literatur, um welche es sich im vorlie- genden Textkorpus vorwiegend handelt, weite Verbreitung auch außerhalb eng- lischsprachigen Ländern, dennoch ist die Übersetzungstätigkeit innerhalb der Arthur-Literatur wesentlich ausgeprägter, als es bisher beim Cú Chulainn-My- thos erkennbar ist. Der Cú Chulainn-Mythos ist zwar durchaus beliebt bei Au- toren außerhalb Irlands, aber er ist noch kein...

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