Show Less

Makrostrukturen der Argumentation im Deutschen, Französischen und Italienischen

Mit einem Vorwort von Oswald Ducrot

Series:

Vahram Atayan

Argumentation ist ein zentraler Bestandteil der menschlichen Kommunikationsfähigkeit und der sprachlichen Kompetenz. In der Regel entstehen in den realen monologischen und dialogischen Kommunikationsvorgängen komplexe argumentative Strukturen, die über die einfachen Argument-Konklusion-Verbindungen hinausgehen. In der Studie werden solche argumentative Makrostrukturen aus textlinguistischer und pragmatischer Perspektive ausführlich beschrieben und klassifiziert sowie anhand von authentischem Textmaterial auf ihre Verbalisierungs- und Signalisierungsmittel im Deutschen, Französischen und Italienischen hin untersucht. Insbesondere werden dabei neben koordinierten und subordinierten Argumentationen auch Verfahren der Argumentationsverstärkung und -abschwächung sowie der Suggestion der Unstrittigkeit analysiert, die eine Feinjustierung der Argumentation vor allem in den monologischen Texten erlauben.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

7. Ergebnisse und Perspektiven

Extract

7. Untersuchungsergebnisse und Perspektiven Ziel der vorliegenden Arbeit war die Untersuchung sprachlicher Mittel, die zur Realisierung argumentativer Makrostrukturen im Deutschen, Französischen und Italienischen verwendet werden. Im Rahmen dieser Aufgabe sollten einerseits die argumentativen Makrostrukturen erfaßt und in bezug auf die einzelnen funktiona- len Elemente analysiert werden, andererseits sollten für die dadurch bestimmten Einheiten auf der funktionalen Ebene die dazugehörigen sprachlichen Marker und rekurrenten Strukturmuster in den drei untersuchten Sprachen identifiziert wer- den. Ausgehend vom Stand der Forschung im Bereich der Argumentation wurden in Kapitel 1 zunächst die definitorischen Optionen für dieses Phänomen diskutiert und auf der Grundlage logikbasierter und kommunikationspragmatischer Überle- gungen eine Arbeitsdefinition der minimalen Argumentation als Kombination aus zwei kommunikativen Handlungen in einer interpretativ anzunehmenden Stüt- zungsrelation hergeleitet. Dabei wurde insbesondere die wichtige Unterscheidung zwischen den syntagmatischen und den paradigmatischen Verfahren der Argu- mentationsrealisierung in Abhängigkeit von der Verteilung des sprachlichen Ma- terials zwischen den Oberflächensequenzen in der Argument- bzw. Konklusions- rolle getroffen. Aus dieser Diskussion gingen wesentliche Elemente für die Defi- nition des Untersuchungsgegenstandes der Arbeit — der Makrostrukturen der Ar- gumentation — hervor. Darüber hinaus wurde in Kapitel 1 der Grad der Prototypi- kalität bestimmter Möglichkeiten der Argumentationsverbalisierung ermittelt und damit ein heuristisches Instrument für die Begründung der argumentativen Inter- pretationsentscheidungen im Hinblick auf das Korpusmaterial entwickelt. In Kapitel 2 wurde die Frage nach der Erfassung der Komplexität der argumen- tativen Makrostrukturen (als Verknüpfungen von mindestens zwei minimalen Ar- gumentationen)...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.