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Die mittelenglische Romanze zwischen Imitation und Innovation

Zur Dynamik einer Diskurstradition

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Ulrike Schenk

Die Arbeit untersucht anhand der mittelenglischen Romanzen die Etablierung des Englischen als Literatursprache im Spätmittelalter. Vor dem Hintergrund kontinentaler und insularer französischer Vorlagen prägt sich eine volkssprachliche Literaturgattung aus, die exemplarisch ist für den Verschriftlichungsschub, von dem das Englische ab dem 13. Jahrhundert erfasst wird. Zwei Fallanalysen zu den Romanzen Havelok the Dane und Ywain and Gawain und ihren jeweiligen Quellen widmen sich narratologischen, kulturhistorischen und poetologisch-rhetorischen Gesichtspunkten sowie Fragen der Formelhaftigkeit. Die Detailstudien liefern vertiefte Einblicke in mittelalterliche literarische Adaptionsprozesse und arbeiten das spezifische Gattungsprofil der mittelenglischen Romanzen heraus.

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I. Handlungssynopse von Gaimars Estoire des Engleis, dem Lai d’Haveloc und Havelok the Dane Die exakte Angabe nach Parallelstellen ist wegen der Abweichungen im Handlungsverlauf nicht möglich. Starke Abweichungen sind fett gedruckt. Est Lai H 1-36: kurzer Rückblick auf vorangegangenes Buch; Schilderung der Eroberungen der Angeln und Sachsen; Bri- tannien verliert seinen Na- men, heißt nun England; die Neffen Artus’ regieren, führen Krieg gegen die Engländer 1-24: minstrel-Auftakt; be- hutsame Lenkung der Zuhö- rerschaft in die Vergangen- heit; Ankündigung dessen, was folgt: ruhmreiche Taten der Vorfahren sollen als Beispiel dienen; das Schick- sal König Havelocs soll erzählt werden, der auch Cuaran genannt wurde 1-26: minstrel-Auftakt; Charakterisierung Have- loks; Gebet; Bitte um ge- fülltes Glas 37-64: die Dänen hassen die Nachfolger Artus’, weil dieser Mordret erschlug; unter Constantin, dem Neffen Ar- tus’, regieren zwei Könige: der Däne Adelbrit und der Brite Edelsi; Adelbrit regiert über Norfolk, Edelsi über Lincoln und Lindsey; die bei- den sind Freunde und ver- schwägert, Adelbrit ist mit Edelsis Schwester Orwain verheiratet 25-42: Havelocs Vater Gun- ter war König von Däne- mark, als Artus regierte; Artus segelte nach Däne- mark, um das Land zu un- terwerfen; er siegte, Gunter wurde von Hodulf, einem verräterischen Dänen, getö- tet; Hodulf unterwirft sich Artus und herrscht fortan tyrannisch über Dänemark als Lehnsherr Artus’ 27-113: Schilderung der Herrschaft eines idealen Königs; jedem widerfährt Gerechtigkeit, Verbrecher werden verfolgt: Zeit...

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