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Literatur – Lesen – Lernen

Festschrift für Gerhard Rupp

Edited By Daniela A. Frickel and Jan Boelmann

Gerhard Rupp hat sich in seiner herausragenden Forschertätigkeit, zuletzt als Professor für Literaturwissenschaft (Didaktik der Germanistik) an der Ruhr-Universität Bochum, auf die Schwerpunkte Literatur – Lesen – Lernen konzentriert. Die versammelten Beiträge von Forscherkollegen, Weggefährten und Freunden aus verschiedenen Bereichen der Germanistik knüpfen an dieses Forschungsspektrum an. Perspektiviert werden unter anderem aktuelle Aspekte der empirischen Leseforschung, der Lesekompetenz, der Lesesozialisation sowie eines zeitgemäßen und handlungs- und produktionsorientierten Deutschunterrichts. Aber auch bildungspolitische Fragen und die Debatte um Bildungsstandards und (literarische und sprachliche) Kompetenzen werden hier verhandelt. Die literaturwissenschaftlichen Beiträge widmen sich überwiegend dem autobiographischen Schreiben, aber auch dem Thema interkulturelle Literatur. Der Band leistet damit auch einen Beitrag zu aktuellen Diskursen der repräsentierten Disziplinen, insbesondere aber der Deutschdidaktik.

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Text und Blick als Formen der Aneignung und Vermittlung individueller Erfahrung – eine Sizilienreise im Jahre 1804. Renata Gambino

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Text und Blick als Formen der Aneignung und Vermittlung individueller Erfahrung – eine Sizilienreise im Jahre 1804 Renata Gambino Abstract In diesem Beitrag werden die literarischen Darstellungen von vier deutschen Künstlern, die im Jahre 1804 gemeinsam eine Sizilienreise unternahmen, aus einer kulturwissen- schaftlichen Perspektive und ausgehend von neuesten kognitiven Ansätzen als Lernpro- zess interpretiert. Die Textanalyse fokussiert auf den „Blick“ als Schlüsselpunkt einer Deutung des literarischen Textes als verdichtete Darstellung eines komplexen und dy- namischen Netzwerks von kognitiven bzw. enactiven Erfahrungen, die den stetigen Pro- zess der Bildung und Umbildung der Identität als Individuum prägen. Great literature is simply language charged with meaning to the utmost possible degree. (Ezra Pound) Im Frühling des Jahres 2009 hatte ich das Glück, durch Zufall mit einem mo- dernen Sizilienreisenden Bekanntschaft zu machen. Es handelt sich um Gerhard Rupp, der auf den Spuren Goethes die Naturlandschaft und die An- tike suchen wollte. Wir tauschten unsere Reiseerinnerungen und unsere Er- fahrungen als Lehrer der deutschen Literatur aus. Literarische Texte sind wie Reisen: man beginnt mit einer Idee von dem, was man vor hat; Kapitel um Kapitel, eine Erfahrung nach der anderen, be- freit man sich von alltäglichen Vorurteilen, mit denen man die Reise oder die Lektüre begonnen hatte und verändert die Wahrnehmung der Wirklichkeit und demzufolge sich selbst. Es ist notwendig, die Selbstverständlichkeit der Kommunikation beiseite zu setzen und die Idee anzunehmen, dass ein Text, oder eine Erfahrung, nicht nur einen einzigen Sinn in sich...

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