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Kooperation in der Schule

Eine Untersuchung der Orientierungs- und Handlungsmuster von Lehrern

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Sabine Schütt

«Vom Einzelkämpfer zum Teamplayer!» – so lautet der bildungstheoretisch und bildungspolitisch formulierte Anspruch an die Lehrerschaft. Kooperation ist mittlerweile zu einem zentralen Element guter Schule erklärt. Die Praxis sieht jedoch vielerorts anders aus. Diese qualitative Untersuchung geht der Frage nach, welches Bedingungsgefüge vorhanden sein muss, damit Kooperation gelingen kann. Dazu wurden die Formen professioneller Handlungs- und Orientierungsmuster von Lehrern vor dem Hintergrund organisationsspezifischer Einflussparameter untersucht. Entstanden ist eine Typologie der Kooperationshabitus von Lehrern. Diese gibt Hinweise darauf, welch unterschiedliche Maßnahmen zur Förderung und Steuerung des kooperativen Handelns von Lehrern notwendig sind.

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Der Anlass für die vorliegende Untersuchung leitet sich aus einer grundlegenden Dis- krepanz ab. Diese besteht zwischen der einerseits hohen Bedeutung, die dem koopera- tiven Arbeiten von Lehrern beigemessen wird und einer andererseits nur sehr begrenzt vorzufindenden entsprechenden Realität. Diese „Kluft“, wie TERHART/KLIEME (2006, S. 163) sie nennen, ist alarmierend, weil der Kooperation eine große Bedeutung für die Qualität der Schule zugesprochen wird. Da die Qualität der Schule in Frage steht – folgt man den aktuellen fachwissenschaftlichen und auch bildungspolitischen Debat- ten, die insbesondere in Folge des nur mäßigen Abschneidens deutscher Schulen im internationalen Vergleich geführt werden70 – wird die Auseinandersetzung mit den als problematisch erkannten Diskrepanzen notwendig. Worin liegt die Bedeutung der Kooperation? Wie im Eingang der vorliegenden Arbeit dargelegt werden konnte (s. Kap. 1.2), verweisen die Ergebnisse der empiri- schen Schulforschung darauf, dass die Kooperation der Lehrer als ein maßgeblicher Faktor der Qualität der Arbeit an einer Schule zu betrachten ist, und damit letztlich eine Voraussetzung dafür ist, Schüler zum Bildungserfolg zu führen. So steigen der Erfolg und die Zufriedenheit der Lehrer und werden Schulentwicklungsprozesse erst durch das kooperative Agieren der an Schule Beteiligten möglich. Es konnte herausge- stellt werden, dass alle Ebenen der Schulentwicklung als von der Kooperation des Kol- legiums abhängig betrachtet werden müssen und miteinander in Wechselwirkung ste- hen: die personale bzw. professionelle Entwicklung, die Organisationsentwicklung sowie als ihr Kern die Unterrichtsentwicklung. Folgt man reformorientierten Schulthe- oretikern (vgl. VON HENTIG, 1993,...

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