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Die Patriotische Gesellschaft in Bern und Isaak Iselins Anteil an der europäischen Geschichtsphilosophie

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Margret Genna-Stalder and Lars Lambrecht

Das Buch präsentiert zwei sehr unterschiedliche Textformate: eine Forschungsarbeit von 1974 zur «Patriotischen Gesellschaft in Bern», die jetzt erstmalig gedruckt vorliegt, und eine vorläufige Dokumentation zum Anteil des Basler Ratsherrn Isaak Iselin (1728–1782) an der europäischen Geschichtsphilosophie. Iselin war Gründungsmitglied der Berner Gesellschaft und Autor der ersten deutschsprachigen Geschichtsphilosophie. Die gegenseitige Bezugnahme der beiden Studien zum «Ursprung» des geschichts philosophischen Denkens und dem simultanen Beginn der Patriotischen Gesellschaften am Beispiel der Berner zeigt vor allem eins: Sie macht den Anspruch jener Aufklärer plausibel, die theoretische Entwürfe mit der sozioökonomischen Praxis im Bestreben um politische Reformen verbunden wissen wollten.
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Vorwort

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Die Geschichte der „Patriotischen Gesellschaft“ oder „Sociéte des Citoyens“, die im Frühjahr 1762 in Bern auf Initiative von Daniel Fellenberg gegründet wurde, ist bereits unter dreien Malen untersucht worden. Die erste Würdigung stammt von W.F. von Mülinen, dessen Darstellung „Daniel Fellenberg und die Patriotische Gesellschaft in Bern“, Bern, 1900, in der Reihe „Neujahrsblatt, herausgegeben vom Historischen Verein des Kantons Bern“ – und zwar im Heft für das Jahr 1901 – erschienen ist. Eine weitere Darstellung der Geschichte der Patriotischen Gesellschaft finden wir eingebaut in die biographischen Äusserungen von Kurt Guggisberg über Daniel Fellenberg: „Daniel von Fellenberg (1736–1801). Beiträge zur bernischen Kulturgeschichte“, erstmals erschienen in „Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde“ 1951, 2/3. Ein drittes Mal wurde derselbe Gegenstand im ersten Teil von Ulrich Im Hofs Iselinbiographie dargestellt: „Isaak Iselin. Sein Leben und die Entwicklung seines Denkens bis zur Abfassung der ‚Geschichte der Menschheit‘ von 1764“, Basel, 1947, 2. Abschnitt, 2. Kapitel, 4. Die Patriotische Gesellschaft, S. 250–258.

Es sei vorweg kurz begründet, weshalb die bernische „Patriotische Gesellschaft“ – diese kleine und nicht besonders erfolgreiche Gruppierung unter zahlreichen anderen privaten Gesellschaften, die im 18. Jahrhundert, besonders nach der Jahrhundertmitte, überall entstanden sind – nun einer vierten eingehenden Betrachtung unterzogen werden soll:

Die Quellen, die von Mülinen für seine Monographie hauptsächlich benützt hat, die Korrespondenz der Patriotischen Gesellschaft, soweit sie im Nachlass Daniel Fellenberg erhalten ist, sowie die Briefe Daniel Fellenbergs an Isaak Iselin, waren...

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