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Paarformeln in mittelalterlichen Stadtrechtstexten

Bedeutung und Funktion

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Frauke Thielert

Die Autorin untersucht den seit Jakob Grimm in der Forschung diskutierten Gegenstand der Paarformel anhand der spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Textsorte der Stadtrechtsbücher. Sie behandelt 20 Texte, die sich auf den gesamten deutschen Sprachraum verteilen und den Zeitraum vom 13.–15. Jahrhundert abdecken. Die Analyse ist nach sehr weit gefassten modernen Rechtsbegriffen wie «natürliche Person» oder «Körperverletzung» strukturiert, die jenseits ihrer historischen Andersartigkeit als Grundtatsachen des menschlichen Lebens gelten können. Ausgehend von der Annahme, dass Paarformeln als Mittel zur Erfassung rechtsrelevanter Begrifflichkeiten dienen, berücksichtigt die Autorin neben Verwendung und Bedeutung auch die Funktion von Paarformeln im jeweiligen Kontext.
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Liegenschaften

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eigen

Das Substantiv eigen bezeichnet bei LEXER „eigentum, namentl. ererbtes grundeigentum im gegens. zum lêhen.“1000 Das DWB fügt hinzu: „im rechtlichen sinne wird eigen als grund und boden der fahrenden habe entgegengestellt“1001. Bedeutend ausführlicher wird eigen im DRW behandelt, in dem die Unterpunkte II. Liegenschaften, III. Eigentum, Eigentum(srecht im weitesten Sinne), Vermögen, IV. Personen: Leibeigenschaft, Hörigkeit, (Leibeigener) noch weiter differenziert werden. Besonders interessant sind dabei die Unterteilungen von II. Liegenschaften:

• II 1 a von gemeiner Nutzung freier Grundbesitz, Grundstück, (uneingeschränktes Recht am Grundstück),

• II 1 b neben Haus und Hof,

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