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Sprachförderungspolitik Deutschlands, Großbritanniens und Chinas im Vergleich

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Wenting Sheng

Im Buch wird die Arbeit der deutschen, britischen und chinesischen Auswärtigen Kulturpolitik bzw. Sprachförderungspolitik in Bezug auf deren Durchführungsinstitutionen – das Goethe-Institut, den British Council und das Konfuzius-Institut – verglichen und analysiert. Die Autorin vermittelt einen Einblick in die Verbreitung der deutschen, englischen und chinesischen Sprache unter der Berücksichtigung der politisch-linguistischen Blöcke Deutschlands, Großbritanniens und Chinas.
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4. Kontinuität und Wandel: Zielsetzungen der Institute seit ihren Gründungen

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4.  Kontinuität und Wandel: Zielsetzungen der Institute seit ihren Gründungen

4.1 Ein langer, unebener Weg: das Goethe-Institut seit 1932

Ende der 1920er-Jahre intensivierte das Außenministerium des Deutschen Reichs die Sprachförderung: Sprachwerbung unter den Nichtdeutschen im Ausland, welche als ein förderungswürdiges Instrument für Auswärtige Kulturpolitik betrachtet wurde. Die Deutsche Akademie erhielt seit 1931 jährlich einen festen Zuschuss für die Spracharbeit (Michels 2005: 75). Im Jahr 1930 richtete Franz Thierfelder, Generalsekretär der Deutschen Akademie, die Förderung der deutschen Sprache als den Schwerpunkt der Praktischen Abteilung ein, die als Quintessenz deutscher Kultur im Ausland zu präsentieren war. Im Juli 1930 lud die Deutsche Akademie 20 bulgarische Germanisten zu einen Fortbildungskurs nach München ein (ebd.: 80). Seither wurde der Fortbildungssommerkurs zum festen Bestandteil der Arbeit der Deutschen Akademie und er wurde bis zum Sommer 1944 weitergeführt (ebd.).

1931 schlug Thierfelder vor, ein entsprechendes Institut zur Förderung des Deutschunterrichts für Ausländer zu etablieren, mit der Intention, einerseits kostenlose Werbung über das Deutsche Reich mithilfe des Deutschunterrichts machen zu können und andererseits einen großen Gewinn durch Sprachkurse für die Deutsche Akademie zu erzielen (ebd.: 81–82). Diese neue Institution wurde von Franz Thierfelder übertrieben und chauvinistisch als „Revolution“ verteidigt, die als historische Notwendigkeit ganz Europa geistig verändern werde (Kathe 2005: 68).

Am 22. März 1932 wurde das Goethe-Institut anlässlich des 100. Todestages seines Namensgebers...

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