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Revision in Permanenz

Studien zu Jean Amérys politischem Ethos nach Auschwitz

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Edited By Sylvia Weiler and Michael Hofmann

Der Band befasst sich mit Jean Améry, einem der wichtigsten Autoren «nach Auschwitz», und seinem Verhältnis zu zeitgenössischen Diskursen nach 1945. Jean Améry hat mit seinem essayistischen Werk Maßstäbe für die Reflexion des «Zivilisationsbruchs» gesetzt und dabei persönliche Erfahrungen mit philosophischen Perspektiven verknüpft. Die hier versammelten Aufsätze verdeutlichen Amérys ethische Positionen, seinen Beitrag zur Literatur- und Kulturkritik und seine politische Philosophie. Er setzte sich mit dem Existentialismus, der Kritischen Theorie, dem (Post-)Strukturalismus, der Studentenbewegung und den Debatten um die Sicherheit des Staates Israel auseinander und stand mit vielen wichtigen Autoren der Zeitgeschichte in Kontakt. Die Darstellungen zeigen, dass Améry ein exemplarisches politisches Ethos entwickelte, das sich in radikaler Offenheit den Erfahrungen der Shoah stellte und Maßstäbe für eine reflektierte Zeitgenossenschaft nach 1945 setzte.
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Über Esther Marian

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Esther Marian, geboren am 17. April 1977 in Bonn, verbrachte ihre Jugend in Bonn und teilweise in Stockholm. Nach dem Abitur studierte sie Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie an der Philipps-Universität Marburg. Hier beteiligte sie sich auch 2001 an dem Ausstellungsprojekt „Frauen im Konzentrationslager 1933–1945“. Im Jahre 2004 schloss sie ihr Studium mit einer Magisterarbeit über Ernst Jünger ab: Ernst Jüngers ‚Der Arbeiter‘. Ideologiekritische Untersuchungen.

2005 übersiedelte sie nach Wien und arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie. Schwerpunkte ihrer Arbeit waren die theoretischen Voraussetzungen biographischen Schreibens, psychoanalytische Biographik sowie Theorien der Geschlechterverhältnisse in Bezug auf Biographik. In diesem Zusammenhang hielt sie Vorträge und publizierte Artikel zu Hermann Broch, Helene Deutsch, Anna Freud, Ernst Jünger, Siegfried Kracauer, Leo Löwenthal, Manès Sperber, Elisabeth Young-Bruehl, sowie zur Psychoanalyse Freuds im Allgemeinen und zur Theorie der Biographie im Besonderen. Unter anderem schrieb sie auch das Vorwort zur Neuausgabe von Manès Sperbers Essay Zur Analyse der Tyrannis, die 2006 erschien. Zugleich begann sie ihre Dissertation über Siegfried Kracauers Buch Jacques Offenbach und das Paris seiner Zeit zu schreiben.

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