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Empirische Analyse lernfeldbasierter Unterrichtskonzeptionen in der Metalltechnik

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Marcus Dengler

Marcus Dengler untersucht anhand von Unterrichtskonzepten die derzeitige Umsetzungspraxis der lernfeldorientierten Rahmenlehrpläne im Berufsfeld Metalltechnik. Er arbeitet empirisch in einem Forschungsfeld, das bislang vor allem durch eine theoretische Auseinandersetzung geprägt ist. Seine materialgestützte, inhaltlich-didaktische Analyse der Planungsunterlagen eröffnet eine differenzierte und tragfähige Betrachtung der didaktischen Qualität der Lehrplanumsetzung. Damit einhergehend erfolgt eine intensive Auseinandersetzung mit den didaktisch-methodischen Hintergründen, Bezügen, Wirkungen und Wechselwirkungen des Lernfeldunterrichts.
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3. Grundkonzepte des Lernens

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3.  Grundkonzepte des Lernens

Damit ein Bezugsrahmen für den Begriffskomplex der Unterrichtsqualität und den Prozess der Unterrichtsplanung geschaffen werden kann, sollen in diesem Abschnitt die verschiedenen Grundkonzeptionen des Lernens und die Ansätze der jeweils bedeutendsten Vertreter einführend dargestellt werden. Eine vertiefende Darlegung des Gesamtphänomens Lernen ist nicht angestrebt, es wird dafür auf die Bücher GOETZ, ALEXANDER und ASH (1992), EDELMANN (2000), LEFRANÇOIS (2006) sowie WINKEL, PETERMANN und PETERMANN (2006) verwiesen.

Die Lernpsychologie ist die Wissenschaftsdisziplin, die sich mit dem Gehirn und seiner Funktionsweise im Hinblick auf die Aufnahme von Reizen und ihrer Verarbeitung (Reaktionen), Gedächtnis, Motivation und Emotion, Wissen und Lernen beschäftigt. Im Alltagsverständnis wird unter dem Begriff „Lernen“ der gezielte Erwerb von Wissen in einer Bildungseinrichtung verstanden. Aus lernpsychologischer Sicht, werden unter „Lernen“ zusätzlich die Veränderung von Verhalten, Einstellungen, Gewohnheiten und Gefühlen sowie der Erwerb von Fertigkeiten erfasst, die durch das Einwirken der Umwelt auf einen Organismus hervorgerufen werden (vgl. WINKEL et al. 2006, S. 11).

In der Literatur werden zahlreiche Definitionen des Begriffs „Lernen“ vorgelegt, wobei sich diese nicht grundlegend, sondern meist nur in ihrer Ausführlichkeit unterscheiden (vgl. EDELMANN 2000, S. 16; WINKEL et al. 2006, S. 12). LEFRANÇOIS (2006) versteht unter „Lernen“: „Alle relativ dauerhaften Veränderungen des Potentials für Verhalten, die aus Erfahrung resultieren, aber nicht durch Müdigkeit, Reifung, Drogengebrauch, Verletzung oder Krankheit entstehen“ (S. 6). Als wesentlicher...

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