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Stephen King’s «It» in Translation

Die Übersetzungen von Tabuwörtern in der Umgangssprache der Kinder im Roman- Sieben Sprachen im Vergleich

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Britta Stöckmann

Du sollst nicht fluchen – ein alltäglicher, oft totgeschwiegener Bestandteil der Sprache ist ihr Tabuwortschatz. Anhand eines ausgewählten Bereichs von Stephen Kings Roman It und seinen Übersetzungen wird Einblick in die Gewohnheiten des Fluchens in sieben verschiedenen Sprachen genommen. Dabei stellt der im Roman fein ausdifferenzierte Gebrauch von Flüchen und Tabuwörtern Übersetzerinnen und Übersetzer vor die Herausforderung, die thematischen und stilistischen Schattierungen des Originals adäquat wiederzugeben. Kann es überhaupt gelingen, den Tabubruch aus der einen in eine andere Sprache zu übertragen, ohne dass seine Wirkung verloren geht? Wie diese Studie zeigt, weisen der Tabuwortschatz und sein Gebrauch in jeder Sprache ihre ganz speziellen Eigenarten auf.
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7. Fazit

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Das Übertragen von Tabuwörtern aus der einen in eine andere Sprache stellt in gewisser Weise einen spezifischen Aspekt des Übersetzens dar. Im Gegensatz zum Übersetzen von ‚neutralem‘ Text transportiert die Tabusprache nur sehr bedingt einen bestimmten Inhalt, der in der Übersetzung gewahrt bleiben muss. Stattdessen spielt die Aussageabsicht eine große Rolle, d.h. während die inhaltliche Seite eines Tabuworts vom Übersetzer oft vernachlässigt werden kann bzw. die Übersetzung manches Mal sogar in einen anderen Bereich verschoben werden muss, um in der Zielsprache dieselbe Wirkung zu erlangen wie in der Ausgangssprache, darf in der Übersetzung nichts von der Intention verloren gehen, die der Autor im Originaltext mit der Verwendung eines tabuisierten Begriffs hat erzielen wollen. Es lässt sich somit festhalten, dass beim Übersetzen von Flüchen, Schimpfwörtern und Kraftausdrücken zumindest beim formelhaften Fluchen dem Sinn der Vorrang vor dem konkreten Inhalt einzuräumen ist. Die im Original verwendeten Tabubegriffe müssen dabei den zielsprachlichen Fluchgewohnheiten angepasst werden, was – wie auch in der obigen Analyse deutlich geworden ist – mitunter zu einer notwendigen Verschiebung des Themenbereiches führen kann. Dabei ist zu beobachten, dass Abweichungen zwar gewöhnlich in erster Linie den inhaltlichen Aspekt betreffen, teilweise jedoch auch die Form, wenn man beispielsweise ans Italienische denkt, das beim formelhaften Fluchen im Gegensatz etwa zum Englischen, Deutschen oder Polnischen auf das Adjektiv „klein“ zur expliziten Erniedrigung der Gegner bei gleichzeitiger Selbsterhöhung verzichtet. Dafür besteht in dieser Sprache die Möglichkeit, mittels eines Suffixes eine entsprechende Verkleinerungsform...

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