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Unité et diversité dans le discours sur le vin en Europe

Actes du colloque d’Innsbruck, 15–16 octobre 2012

Series:

Laurent Gautier and Eva Lavric

Le vin et les discours du vin constituent un sujet de choix pour la linguistique : depuis les dégustations comme genre textuel, les métaphores de la description du vin, les termes de spécialité dans les différentes langues, les dictionnaires spécialisés, les noms des vins, jusqu’à la manière de parler du vin dans différentes cultures et différentes littératures. Le présent volume a été inspiré par le projet VinoLingua, un projet européen d’enseignement des langues aux viticulteurs. Il présente le projet, qui a réuni cinq régions vitivinicoles européennes, et les choix linguistiques et didactiques qui y sont liés, depuis la base de données terminologique jusqu’aux tandems linguistiques, illustrant ainsi la richesse et l’intérêt du vin comme sujet linguistique et didactique.
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Die spanische Sprache und spanische Weinstöcke in Mexiko – Gedanken über deren soziale, ökonomische und diskursive Relation zu indigenen mexikanischen Sprachen und autochthonen Traditionen

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Mexiko ist ein Land, das einerseits über eigene Traditionen verfügt, sich aber andererseits auch stark Globalisierungstendenzen öffnet. Dieses Nebeneinander lässt sich auf vielen Ebenen beobachten. Für uns als Linguisten ist die Koexistenz von indigenen Sprachen und dem dominierenden Spanischen ein vielschichtiges und bekanntes Phänomen. Aber auch ganz andere Bereiche, wie etwa die Produktion alkoholischer Getränke, weisen ein Nebeneinander auf: z.B. das von traditionellen Getränken, die seit den Azteken in Mexiko getrunken werden und deren Produktion von Terminologie aus indigenen Sprachen, wie dem Nahuatl, geprägt ist, neben Spirituosen wie Wein, die erst von den spanischen Colonisadores ins Land gebracht wurden und mittlerweile eine dominante wirtschaftliche Rolle übernommen haben. Das Spanische und der Wein marginalisierten vielfach ihre autochthonen Vorgänger. Indigene Sprachen wurden häufig in ländliche Gebiete zurückgedrängt, werden mitunter mit geringem Bildungsstand und Armut asoziiert; ursprünglich mexikanische Alkoholika, wie etwa pulque, der ‚vino de la tierra‘, erlitten ein ganz ähnliches Schicksal und gelten heute als Getränk der Landbevölkerung in ärmlichen Gebieten. Dieser Beitrag untersucht, wie europäische Exporte in Mexiko Platz gegriffen haben und Autochthones marginalisieren und zeigt gleichzeitig, dass der Untergang dieses Autochthonen jedoch nicht die einzige Zukunftsperspektive darstellt, sondern der Umgang der Mexikaner selbst mit diesem Phänomen über das Überleben lokaler Traditionen, wie die Produktion von pulque, und den Fortbestand von indigenen Sprachen entscheidet.

1.Wein, Wein, nur Du allein?

Längst sind in den Regalen unserer Weinhandlungen nicht...

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