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«Ein Weib tut wenig, plaudert viel»

Das Frauenbild in der literarischen Rezeption der Opern W. A. Mozarts und seiner Librettisten- Ein Beitrag zur Geschlechterforschung

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Corinna Lemm-Mirschel

Die Rezeption des in den Mozart-Opern vermittelten Frauenbildes hat gravierende Auswirkungen auf die jeweilige Interpretation der Werke: Nur wenn sich das dargestellte Frauenbild (wie in der Zauberflöte) als kongruent mit den Vorstellungen und Ansichten der Rezipienten erweist, wird es unkorrigiert akzeptiert, als Norm übernommen und fortgeschrieben. Weiblichkeitsbilder, die hingegen als disgruent empfunden werden oder den Wunschbildern idealer Weiblichkeit nicht entsprechen ( Così fan tutte, Don Giovanni), werden den Normen und Vorstellungen der Rezipienten angepasst und somit gravierend verändert. Als Konsequenz werden die Libretti der Opern trivialisiert, marginalisiert, umgeschrieben und umgedeutet, d. h. die Opern werden in ihren essentiellen Aussagen verändert, um das Frauenbild in den Opern Mozarts dem Frauenbild der Rezipienten anzupassen.
Aus dem Inhalt: Das Libretto als Untersuchungsgegenstand – Beziehungen und Liebesverhältnisse in den Opern – Das Frauenbild in den Opern – Don Giovanni - sex and crime auf der Opernbühne – Eine Frage der Ehre - Liebe, Ehre und Eifersucht in Così fan tutteDie Zauberflöte - die böse Frau, die böse Mutter.