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Augen- und Ohrenzeuge

Die sinnliche Erfahrung als poetisches Darstellungsprinzip bei Elias Canetti

Series:

Hyun Sook Shin

Die Arbeit untersucht das Werk Elias Canettis im Hinblick auf die Verwendung der sinnlichen Erfahrung als poetisches Darstellungsprinzip. Canettis Anforderungen an das Selbstverständnis und die Schreibweise der Dichter werden ebenso erforscht wie die von ihm vorgeschlagene Möglichkeit, die Wirklichkeit in der Literatur neu- und wiederzuerfinden. Im Ohrenzeugen findet sich mit der akustischen Maske Canettis poetisches Darstellungsprinzip in komprimierter Form. Die als Sprach-Charaktere überspitzt gestalteten Figuren offenbaren neue Einsichten zu seinem Zugang zur Erkenntnis und Wirklichkeit. Einige der akustischen Masken des Ohrenzeugen eignen sich, um spezielle Aspekte seines Wirklichkeitskonzepts hervorzuheben. Behandelt werden zum Beispiel die Pferdedunkle, der Namenlecker und der Nimmermuß. Eine Untersuchung der in Sprache geformten visuellen Eindrücke schlägt die Brücke zur bildenden Kunst.
Aus dem Inhalt: Entdeckung der Wirklichkeit durch sinnliche Erfahrung – Die Bedeutung und Funktion der akustischen Maske für die Wirklichkeitserfahrung – Seh- und Wirklichkeitserfahrung in der bildenden Kunst – Mythisches Denken als Wiederkehr der Sinnlichkeit.