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Der Fiskal am Reichskammergericht

Überblick und exemplarische Untersuchungen vorwiegend zum 16. Jahrhundert

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Björn Rautenberg

Diese Arbeit soll den Forschungsstand hinsichtlich des Fiskals am Reichskammergericht weiterführen. Bei ihrer Erstellung wurden unter anderem Akten einzelner Reichskammergerichtsprozesse und auch die Darstellungen von Harpprecht über das Reichskammergericht ausgewertet. Ein besonderes Augenmerk legt die Arbeit auf das 16. Jahrhundert, da vor allem in dessen erster Hälfte das Amt des Fiskals grundlegende Veränderungen erfuhr. Der Fiskal wandelte sich von einer Person, die ausschließlich dem Kaiser unterstand und vor dem Reichskammergericht dessen Interessen zu vertreten und durchzusetzen hatte, zu einem, zwar in mancherlei Hinsicht privilegierten, aber doch fest in den Gerichtsbetrieb eingegliederten Angehörigen des Reichskammergerichts. Anhand einzelner RKG-Prozesse wird dargestellt, welch weites Aufgabenfeld der Fiskal zu bewältigen hatte. Ferner wird die prozessuale Stellung des Fiskals am Reichskammergericht beschrieben. Es wird der Frage nachgegangen, welche Vorrechte der Fiskal zeitweise genoss und wie man Eigenmächtigkeit und Fremdeinfluss auf den Fiskal zu unterbinden suchte.
Aus dem Inhalt: Beschreibung der Stellung des Fiskals am Reichskammergericht: Begriff, normative Grundlagen, fiskalische Sachen, Besoldung, finanzielle Ausstattung, Anforderungsprofil – Soziale und politische Aspekte der Besetzung – Darstellung der Aufgaben des Fiskals im Einzelnen – Beschreibung der prozessualen Stellung des Fiskals: Darstellung von Prozessführung und Ermittlungen, Beschreibung von Prozessvorrechten des Fiskals und des Bemühens um Vorkehrungen gegen Eigenmächtigkeit und Fremdeinfluss.