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Nationalsozialistische Schulbücher des Gaues Mecklenburg

Eine lexikologische Untersuchung zur sprachlichen Vermittlung der NS-Ideologie

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Christian Vorein

Kurz nach der Machtergreifung fordert Hitler, dass der «Erringung der äußeren Macht die innere Erziehung folgen» müsse. Diese Erziehung dient nicht nur einem unmenschlichen Regime, sie mündet auch in den Zweiten Weltkrieg. Doch das deutsche Volk folgt seinem «Führer», die größte Loyalität zeigen dabei die Jugendlichen. Die Arbeit analysiert mit sprachwissenschaftlichen Mitteln, wie die nationalsozialistischen Indoktrinationsversuche in Schulbüchern des Gaues Mecklenburg realisiert werden. Ausgehend von Hitlers Ideologie und seinem Propagandakonzept werden die daraus resultierenden Einflussversuche der Nationalsozialisten auf die deutsche Sprache mit Hilfe der semantischen Merkmalsanalyse deutlich gemacht. Dabei wird über die linguistische Untersuchung hinausgehend die Funktion der Schule und der Schulbücher im NS-Erziehungsstaat hinterfragt.
Aus dem Inhalt: Schule und Schulbuch im Nationalsozialismus - Hauptinstrumente der Indoktrination? – Bedeutungsänderungen und sprachliche Spezifika in offiziellen NS-Texten – Semantische Veränderungen zur Lenkung und Normierung – Schulbücher des Gaues Mecklenburg - im Dienst der nationalsozialistischen «Erziehungsrevolution»? – Das Geschichtslehrbuch als «Lehrmeisterin für politisches Handeln» – Rechnen im «Dienst der nationalpolitischen Erziehung».