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Außergerichtliche Streitbeilegung durch die Schiedsstellen für das Kfz-Handwerk

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Hermann Kierse

Ziel dieser Arbeit ist es, eine grundlegende Aufarbeitung der Problematik der Schiedsstellen in Deutschland zu leisten. Dabei dienen exemplarisch für den theoretischen und rechtlichen Kontext die Schiedsstellen für das Kfz-Handwerk. Die Untersuchung erfasst so weit als möglich alle wesentlichen rechtlichen, praktischen und soziologischen Aspekte des Schiedsstellenwesens. Die Komplexität und Verästelung der Organisation des Schiedsstellenwesens in Deutschland wird den von der EG-Kommission eingeforderten Anforderungen an Transparenz, Schnelligkeit, Unabhängigkeit und Neutralität nur unzureichend gerecht. Andererseits sorgt eine stärkere Formalisierung in zahlreichen Fällen für eine größere Effizienz des Schiedsstellenwesens. Sofern die Schiedsstellen die richtige Balance zwischen unabdingbaren formellen Anforderungen auf der einen Seite und einer angemessenen Berücksichtigung soziologischer Konfliktlösungsmethoden auf der anderen Seite finden, kann ein erhebliches Potenzial für die außergerichtliche Streitbeilegung im Bereich des Schiedsstellenwesens prognostiziert werden.
Aus dem Inhalt: Konfliktregelung mit Kfz-Werkstätten – Organisation der Schiedsstellen – Die Schiedsstellenvereinbarung zwischen dem Verbraucher und der Werkstätte – Die rechtlichen Beziehungen zwischen den Konfliktparteien und der Schiedsstelle – Das Schiedsstellenverfahren – Nationale und supranationale Ansätze im Bereich außergerichtlicher Streitbeilegung sowie die Auswirkungen dieser Ansätze auf das Schiedsstellenwesen – Geeignetheit des Schiedsstellenwesens für die Konfliktlösung zwischen Verbraucher und Werkstätte.