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Grenzüberschreitende Biographien zwischen Ost- und Mitteleuropa

Wirkung – Interaktion – Rezeption

Series:

Tobias Weger

Die in diesem Band enthaltenen Texte befassen sich mit Fragen von Wirkung, Interaktion und Rezeption grenzüberschreitender Biographien zwischen Ost- und Mitteleuropa. Neben methodisch-theoretischen Überlegungen werden aus der Sichtweise von Historikern, Kulturwissenschaftlern sowie Sprach- und Literaturwissenschaftlern Einzel- und Gruppenbiographien aus unterschiedlichen thematischen Zusammenhängen und Zeitepochen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert vorgestellt. Dabei geht es um biographische Optionen des Exils, Grenzüberschreitungen in Religion und Wissenschaft bzw. in Gesellschaft und Politik sowie um ausgewählte Einzelpersönlichkeiten zwischen Deutschland und Polen. Gelungene Grenzüberschreitungen werden ebenso thematisiert wie deren Scheitern aus persönlichen, politischen oder interkulturellen Gründen. Die dem Buch zugrunde liegende Tagung «Grenzüberschreitende Biographien zwischen Ost- und Mitteleuropa» fand im November 2006 aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums der Hochschulpartnerschaft Oldenburg – Toruń/Thorn statt.
Aus dem Inhalt: Uwe Schneidewind: Zum Geleit – Tobias Weger: Vorwort – Karol Sauerland: Hineingeworfen ins Leben - Geschichte und Biographien – Monika Tokarzewska: Über die Möglichkeit bzw. Unmöglichkeit, Biographien und Geschichte zu schreiben – Rainer Grübel: Lebensschrift des Worts, Lebensschrift der Tat: Biographie als Grenzüberschreitung aus literaturwissenschaftlicher Sicht – Matthias Weber: Zur Aktualität geschichtswissenschaftlicher Erforschung grenzüberschreitender Biographien zwischen Mittel- und Osteuropa – Hans Henning Hahn: Politisches Exil als biographische Option - ein polnisch-deutscher Vergleich – Gabriela Brudzyńska-Němec: «Ein hellenisches Kind zur Erziehung in Deutschland». Der Philosoph Ferdynand Trentowski in Freiburg im Breisgau – Jens Stüben: «Geistige Existenz in zwei Welten». Manfred Sturmann aus Königsberg - ein Leben als deutscher und israelischer Autor – Wolfgang Kissel: Rückkehr «an den schmerzlichen Ort»: Der «Argentinier» Witold Gombrowicz in Berlin – Teresa Borawska: Nicolaus Copernicus und die Welt seiner Bücher – Janusz Małłek: Jan Łaski / Johannes a Lasco - religiöser Reformator, Pole, Europäer – Stefan Kiedroń: Bildungseliten zwischen Schlesien und den Niederlanden in der frühen Neuzeit und ihre Biographien: ein Einzelfall - Johannes a Lasco – Rahel Černá-Willi: Am Ausgangspunkt polnisch-deutscher Bildungswege. Mehrsprachiger Elementarunterricht in Teschen im 18. Jahrhundert – Hans-Jürgen Bömelburg: Grenzüberschreitende kaschubische Biographien mit schmaler zeitgenössischer Resonanz: Gulgowski, Lorentz und Majkowski. Nationale und interkulturelle Ursachen – Waldemar Grzybowski: Sprachwissenschaftliche Biographien aus Ostdeutschland. Deutsche und polnische Linguisten im sprachwissenschaftlichen und sprachpolitischen Diskurs der Zwischenkriegszeit – Krzystof Kwiatkowski: Das Preußenland als (Grenz-)Raum des Kulturtransfers und der Kulturbegegnung – Krzysztof Mikulski: Von Westfalen nach Preußen. Die Wurzeln des mittelalterlichen Thorner Patriziats (am Beispiel der Familie Rebber) – Jarosław Porazinski: Menschen um den König. Polnische und sächsische Berater König Augusts II. - ein Überblick – Jacek Wijaczka: Jerzy Woyna-Okołow. Litauer, Pole, Russe oder Europäer? – Tobias Weger: Kriegsgefangenschaft als biographische Erfahrung der Grenzüberschreitung im Ersten Weltkrieg – Gun-Britt Kohler: Von der grenzüberschreitenden Biographie an die Grenzen der Autobiographie: Stanisław Przybyszewskis Moi współcześni – Iwona Kotelnicka: Alfred Nossig - ein gescheitertes Leben zwischen Kulturen, Kunst und Politik – Leszek Żyliński: Marion Gräfin Dönhoff - eine grenzüberschreitende Biographie in Raum und Zeit – Burkhard Olschowsky: Günter Särchen - Versöhner gegenüber Polen und Narr der eigenen Kirche – Piotr Zariczny: Stanisław Stomma - Initiator und Architekt der polnisch-deutschen Verständigung nach 1945.