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Energiediskurs

Perspektiven auf Sprache und Kommunikation im Kontext der Energiewende

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Edited By Nicole Rosenberger and Ulla Kleinberger

Der in der Schweiz und in Deutschland beschlossene Atomausstieg hat die Debatte um Energieversorgung und -verbrauch ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Die Diskussion um die Energieproblematik tangiert Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermassen. Für die Umsetzung der Energiewende braucht es die Zusammenarbeit verschiedenster Akteure und deren Austausch über Energiethemen. Dabei stellt sich die Frage, wie Sprache in diesen Diskursen verwendet wird und welchen Einfluss Sprache und Kommunikation auf Meinungsbildung, Akzeptanz und Verhalten haben.

Die Beiträge dieses Bandes beleuchten den Energiediskurs in der öffentlichen Kommunikation und gehen neben methodischen Fragestellungen konkreten Problemstellungen aus der Kommunikationspraxis nach: Wie können Energieunternehmen verständlich mit ihren Kundinnen und Kunden kommunizieren? Inwieweit kann die Öffentlichkeit in die Behördenkommunikation eingebunden werden? Wie beeinflussen Sprache und sprachliche Mittel die Energiedebatte? Welcher sprachlichen Einheiten bedient sich die Debatte? Allen Beiträgen gemeinsam ist der Fokus auf das Zusammenspiel von Sprache, Kommunikation und Interaktion sowie das Aufzeigen der Bedeutung angewandter Linguistik für gesellschaftliche Veränderungsprozesse.

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Akzeptanz durch Organisationskommunikation – Positionierung des Energieunternehmens RWE im Energiediskurs (Regine Wieder / Nicole Rosenberger)

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REGINE WIEDER / NICOLE ROSENBERGER

Akzeptanz durch Organisationskommunikation – Positionierung des Energieunternehmens RWE im Energiediskurs

Der Beitrag untersucht die Imagekampagne „Vorweggehen“ des deutschen Energieversorgungsunternehmens RWE, die 2013 lanciert wurde und RWE als wichtigen Motor der Energiewende in Deutschland darstellt. Es zeigt sich, dass RWE mit der Kampagne versucht, den Energiewendediskurs zu seinen Gunsten zu prägen. Das Unternehmen tut dies, indem es einen neuen Strang des Diskurses eröffnet – und zwar zum Thema Energiewendetechnologie – und sich darin als Facilitator der Energiewende positioniert. Sowohl der „Vorweggehen“-Werbespot als auch die „Vorweggehen-Website“ leisten einen Beitrag dazu, dass bei der Öffentlichkeit für diese selbst definierte Rolle des Facilitators Akzeptanz entstehen kann. Mit diesem Vorgehen lenkt RWE die Aufmerksamkeit weg von seinem aktuellen Image als stark umweltbelastendes Energieunternehmen mit einem viel zu geringen Anteil an erneuerbaren Energiequellen und rückt stattdessen positive Leistungen in den Vordergrund.

1. Allgemeine Problematik

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