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Wissen und Überzeugungen von Deutschlehrkräften

Aktuelle Befunde in der deutschdidaktischen Professionsforschung

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Edited By Frederike Schmidt and Kirsten Schindler

In der Deutschdidaktik sind Untersuchungen zu Wissen und Überzeugungen von Lehrkräften mittlerweile ein prominenter Gegenstand. Trotz des deutlich gewachsenen Interesses an der Erforschung von Lehrerprofessionalität ist bislang noch wenig konturiert, wie die etablierten Konstrukte «Wissen» und «Überzeugungen» fachdidaktisch zu profilieren sind. Zugleich besteht Klärungsbedarf, wie die Geltung dieser (potenziell) handlungsrelevanten Konstrukte im unterrichtlichen Handeln einzuordnen ist. Der vorliegende Band stellt diese notwendig zu führenden Diskussionen zur fachspezifischen Konzeptualisierung ins Zentrum. Vor dem Hintergrund aktueller, oftmals empirischer Projekte gehen die Autor*innen der Frage nach, welche Konturen und Herausforderungen in der Erforschung von fachlichem und fachdidaktischem Wissen und fachspezifischen Überzeugungen von Deutschlehrkräften auszumachen sind.

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Verbindende Fragen, Unübersichtlichkeiten und weiterführende Perspektiven ‒ Beobachtungen zu den Beiträgen dieses Bandes: Dorothee Wieser

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Dorothee Wieser

Abstract: The article looks into the contributing articles from a meta-perspective and poses two questions, focussing on teacher beliefs and knowledge (Überzeugungen and Wissen): Which questions and perspectives are interconnected? To what extent is the usage of terms or constructs not entirely clear and causes confusion or conflict? This will result in a discussion of methodological challenges and consequences for further research, especially for teacher education.

Die Lehrer*innenforschung hat sich in der Deutschdidaktik längst etabliert (z. B. Kämper-van den Boogaart 2019; Lessing-Sattari/Wieser 2018). Mit der zunehmenden Etablierung und Ausdehnung werden aber auch die Erwartungen größer und die Nachfragen kritischer: Wie präzise ist bestimmt, was erforscht werden soll? Inwiefern werden geeignete Erhebungsmethoden und -instrumente genutzt? Welche Zielsetzungen werden formuliert und inwiefern können diese erreicht werden? Wie sind die einzelnen Forschungsvorhaben diskursiv innerhalb und über die Deutschdidaktik hinaus vernetzt? etc.

Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen erscheint umso notwendiger, je unübersichtlicher das Feld wird. Wie breit das Forschungsfeld inzwischen aufgestellt ist, machen die Beiträge dieses Bandes sehr eindrücklich: Es werden nicht nur Überzeugungen, Wissen und Handeln von Lehrenden in verschiedenen Lernbereichen des Deutschunterrichts untersucht, sondern auch in verschiedenen Phasen der Lehrer*innenbildung und Schulstufen und die Fragestellungen, aber auch die gewählten methodischen Zugänge sind äußerst divergent. Wenn im Folgenden also eher den kritischen Nachfragen nachgegangen als eine Sichtung und Würdigung der Ergebnisse der Beiträge dieses Bandes vorgenommen wird, dann geschieht dies...

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