Show Less

Sprachkontakt, Sprachvariation, Migration: Methodenfragen und Prozessanalysen

Series:

Edited By Thomas Stehl, Claudia Schlaak and Lena Busse

In diesem Sammelband werden Beiträge zu der Sektion «Sprachkontakt, Sprachvariation, Migration: Methodenfragen und Prozessanalysen» publiziert, die im Rahmen des XXXII. Romanistentages Romanistik im Dialog vom 25.09. bis 28.09.2011 in Berlin stattfand. Schwerpunkt der Sektionsarbeit war die kontrastive Gegenüberstellung von ortsstabilen, statischen und ortsmobilen, dynamischen Sprachkontakten, wobei vor allem die durch Migration ausgelösten Prozesse von Sprachkontakt, Sprachwandel und sprachlich vermitteltem Kulturtransfer sowie deren Ausprägungen und Folgen im Zentrum der Analyse stehen sollten.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Präsenz und Minorisierung der romanischen Sprachen in der Arbeitswelt in Basel

Extract

1. Der Kontext Am Südende der Oberrheinischen Tiefebene gelegen, ist der Kanton Ba­ sel-Stadt mit 37 km2 der flächenmäßig kleinste Kanton der Schweiz. Er zählte am 09.02.2012 192.416 Einwohner und war somit auch der am dichtesten besiedelte Kanton. Der Ausländeranteil ist mit 33,6%1 besonders hoch und trägt ent­ scheidend zum multikulturellen Charakter bei (davon etwa 23% aus Deutschland, 13% aus den Nachfolgestaaten von Ex-Jugoslawien, 12% aus Italien, 10% aus der Türkei, 9% von der spanischen Halbinsel usw.). Dies äußert sich auch auf sprachlicher Ebene. Die letzten verfügbaren Zahlen aus der Volkszählung 2000 gaben im offiziell einsprachigen Stadtkanton gut 79% Deutsch, 7,5% eine romanische Landessprache (5% It., 2,5% Franz., 0,1% Rom.) und über 13% eine Nichtlandessprache als Hauptsprache an. Deutlich höher liegen die Prozentwerte für die romani­ schen Sprachen für die Einwohner Basels in der Familie und an der Ar­ beit, wo mehrere Sprachen angegeben werden konnten. Hier liegen nur Daten zu den Landessprachen und Englisch vor. Als Familiensprache ist namentlich Italienisch deutlich häufiger denn als Hauptsprache (Bewah­ rung der Herkunftssprache auch nach einem Wechsel der Hauptsprache); und an der Arbeit werden Französisch und Italienisch zu einem wesentli­ chen Teil als Fremdsprachen gesprochen2. Die Mehrsprachigkeit erhöht sich durch ca. 30.000 so genannte Grenzgänger, die in Deutschland oder Frankreich wohnen und in Basel arbeiten, die meisten mit einem deutschen respektive französischen Pass, und eine zunehmende Anzahl von Touristen aus aller...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.