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Sprechen und Vortragen lernen im Fremdsprachenunterricht

Interpretativ, kreativ und ganzheitlich mit Gedichten

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Anke Stöver-Blahak

In dieser empirischen Arbeit geht es um die Evaluierung von Methoden der Ästhetischen Kommunikation im Fremdsprachenunterricht. Konkret untersucht wird die Entwicklung der Sprech- und Vortragskompetenz von sieben Probandinnen und Probanden eines Sprachkurses Deutsch als Fremdsprache, die sie während eines Semesters entwickeln, während sie die Sprechfassung eines Gedichtes erarbeiten. Das Forschungsprojekt folgt dabei einem qualitativen Ansatz und ist dem Bereich der action research zuzuordnen. Im Ergebnis kann die Autorin deutliche Entwicklungen der individuellen Sprech- und Vortragskompetenzen nachweisen. Sie zeigt somit, dass kreative, ganzheitliche Methoden der ästhetischen Kommunikation sinnvoll im Fremdsprachenunterricht einzusetzen sind und der Referenzrahmen in diesem Bereich ausdifferenziert werden könnte.

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6 Forschungsstrategie

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Nachdem die Entwicklung der Methoden ausführlich dargelegt wurde, soll in diesem Kapitel die Ordnung des Forschungsprozesses selbst dargestellt werden. Nach einer allgemeinen kurzen Einführung und der Begründung für den Einsatz der Strategie des qualitativen Ansatzes (Abschnitt 6.1) wird diese Strategie er- läutert und in ihren einzelnen Schritten an das vorliegende Projekt angepasst (Abschnitt 6.2). Dabei wird auch deutlich, dass der vorgegebene zirkuläre Ideal- verlauf nicht hundertprozentig einzuhalten ist. Die einzelnen Stationen des Zir- kels werden nachvollzogen, dabei werden insbesondere die Aspekte des Vorver- ständnisses, der Auswahl der Personen, der Datenerhebung und der Datenaus- wertung systematisch mit den Erfordernissen des Projektes verbunden. Das Ka- pitel endet mit einer graphischen Darstellung der Strategie, nach der die For- schung durchgeführt werden soll. 6.1 Allgemeine Überlegungen Für Bonnet (2009) umfasst die Forschungsstrategie nach Bohnsack (2000) „die methodologisch (wissenschafts- und erkenntnistheoretisch) begründete Organi- sation des gesamten Forschungsprozesses“ (Bonnet 2009, 27). Dabei wird unter- schieden in „Hypothesenprüfung“ (ebenda), dem quantitativen und „Rekons- truktion“ (ebenda), dem qualitativen oder auch „entdeckenden“ Ansatz (vgl. Kleinig/Witt 2001). Zentral für diesen Ansatz ist es, „die Komplexität der Phänomene […] einzufangen. Entsprechend werden offe- ne Interviews, Tagebücher oder Videoaufnahmen als Datenquellen herangezogen. Erst in der Analyse zeigt sich, welche Phänomene für die Fragestellung relevant sind und welche Kategorien für ihre Erklärung herangezogen werden können oder neu konstruiert werden müssen,[…]. Rekonstruktiv arbeiten bedeutet, dass die Forscher Konstruktionen der Sinnkonstruktionen der Beforschten methodisch kontrolliert...

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