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Texte – Textsorten – Phänomene im Text

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Edited By Zofia Berdychowska, Joanna Janicka and Agnieszka Vogelsang-Doncer

Der Band fokussiert die aktuellen textlinguistischen Forschungsinteressen junger Linguisten aus Polen, Deutschland und Frankreich, die im Oktober 2012 an einer am Institut für Germanistik der Jagiellonen-Universität Krakau veranstalteten Konferenz zum Thema Forschungsparadigmen und Anwendungsbereiche der Textlinguistik teilgenommen haben. Mit der Konferenz wurde die gemeinsame germanistische Initiative der drei Universitäten Uniwersytet Jagielloński Kraków, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Sorbonne Nouvelle Paris III der Durchführung einer Tagungsreihe für Doktoranden und junge Linguisten unter dem Dachthema Einblicke in die deutsche Sprache und Grammatik im landesspezifischen und länderübergreifenden linguistischen Diskurs fortgesetzt.
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Vom Sorgenkind zum Musterknaben oder wie Polen im EU-Diskurs der Wochenzeitschrift DER SPIEGEL nominiert wird: Dorota Miller (Rzeszów)

Extract

Vom Sorgenkind zum Musterknaben oder wie Polen im EU-Diskurs der Wochenzeitschrift DER SPIEGEL nominiert wird

Dorota Miller

Abstract

The article deals with the concept of nomination in terms of lexical items used to denote the objects, ideas and facts relevant to the particular discourse and its close connection to the issue of valuation. Following this, the most significant terms referring to Poland and other candidate countries in German mass media discourse on the eastern enlargement of the European Union 2004 and the valuations emerging from those terms are presented.

Im vorliegenden Beitrag wird dem Nominationskonzept im Sinne von lexikalischen Einheiten, die diskursrelevante Gegenstände, Begriffe und Sachverhalte bezeichnen, sowie der engen Beziehung zwischen Nomination und Bewertung nachgegangen. Anschließend werden die wichtigsten Nominationsbegriffe, die sich auf Polen und andere Kandidatenländer im deutschen medialen EU-Erweiterungsdiskurs beziehen, und die sich daraus ergebenden Bewertungen dargestellt.

1. Einleitung und Fragestellung

Im vorliegenden Beitrag werden sprachliche Ausdrücke untersucht, mit denen auf Polen als EU-Kandidat und später EU-Mitgliedsland im EU-Erweiterungsdiskurs der Wochenzeitschrift DER SPIEGEL Bezug genommen wird. Diese als Nominationen bzw. Nominationsausdrücke (vgl. Girnth 1993, 1996, 2002) zu bezeichnenden Referenzen sind Resultate komplexer Selektionsentscheidungen der Sprachbenutzer, denen bestimmte Werturteile zugrunde liegen. Sie erscheinen somit als komprimierte Evaluationen. In Anknüpfung daran soll die Analyse von 68 zwischen 2002 und 2012 erschienenen SPIEGEL-Texten1 Erkenntnisse darüber liefern, wie Polen als Akteur der EU-Osterweiterung 2004 bewertet wird. Im Mittelpunkt des Interesses stehen...

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