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Translationswissenschaftliches Kolloquium III

Beiträge zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft (Köln/Germersheim)

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Edited By Barbara Ahrens, Silvia Hansen-Schirra and Monika Krein-Kühle

Mit diesem Band liegt die dritte Ausgabe der Beiträge zum Translationswissenschaftlichen Kolloquium vor. Diese Einrichtung basiert auf der Zusammenarbeit des Fachbereichs Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz in Germersheim und des Instituts für Translation und Mehrsprachige Kommunikation der Fachhochschule Köln. Die insgesamt 15 im Band enthaltenen Beiträge gehen auf Vorträge zurück, die von 2010 bis 2013 an beiden Hochschulen gehalten wurden. Sie beziehen sich auf die folgenden Rahmenthemen: 1. Literarisches Übersetzen, 2. Pragmatik und Translation, 3. Translation und Ideologie, 4. Translation und Sprachkontakt, 5. Gerichtsdolmetschen, 6. Interkulturelle Kommunikation sowie 7. Maschinelle Übersetzung.
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Fachsprache des Bergbaus und ihre Übersetzung im literarischen Text. Am Beispiel von Émile Zolas Germinal (Französisch – Deutsch/Italienisch) (Judith Schmid/Ursula Wienen)

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Judith Schmid/Ursula Wienen

Fachsprache des Bergbaus und ihre Übersetzung im literarischen Text. Am Beispiel von Émile Zolas Germinal (Französisch – Deutsch/Italienisch)

1 Einleitung

Eines der eindrucksvollsten Werke Émile Zolas ist der 1885 als 13. Band des Rougon-Macquart-Zyklus erschienene Roman Germinal, in dem der Autor – nicht zuletzt auf der Grundlage eigener Beobachtungen im Norden Frankreichs1 – die Revolution der Bergarbeiter dramatisch in Szene setzt.2 Fachsprache als eine der Facetten realistischer Darstellung spielt dabei eine besondere Rolle: Sie ist einerseits Sprachrohr des sich selbst zurücknehmenden Erzählers (vgl. Becker 1984: 34) und andererseits Verständigungsmittel der Arbeiterschaft, vom einfachen Bergarbeiter unter Tage bis hin zum Ingenieur.3 In der vorliegenden Studie soll die Fachsprache des Bergbaus,4 inszeniert im literarischen Text, Anlass zu translationswissenschaftlicher Betrachtung geben. Anhand deutscher und italienischer Übersetzungen unterschiedlicher Epochen sollen die bereits an den Romanen Jules Vernes dargelegten Parameter (vgl. Wienen 2011) um weitere translationswissenschaftlich relevante Aspekte der Eingliederung von Varietäten in literarische Sprache ergänzt werden: Nach einer kurzen Darstellung methodischer Grundlagen (Abschnitt 2) werden in der Folge zunächst Einsatz und Funktionen fachsprachlicher Elemente in Germinal erörtert (Abschnitt 3). Im Anschluss daran werden Modifikationen inhaltlicher und textueller Art in den Translaten diskutiert, die einerseits das fachsprachliche Element selbst und andererseits dessen unmittelbaren Kontext betreffen (Abschnitt 4). Neben Veränderungen des Fachsprachlichkeitsgrads sowie Auslassungen unterschiedlicher Art eröffnet hier – auch mit Blick auf die Rezeption von Seiten des Lesers – insbesondere die Frage nach der Relation von Fachsprache...

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