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Translationswissenschaftliches Kolloquium III

Beiträge zur Übersetzungs- und Dolmetschwissenschaft (Köln/Germersheim)

Series:

Barbara Ahrens, Silvia Hansen-Schirra and Monika Krein-Kühle

Mit diesem Band liegt die dritte Ausgabe der Beiträge zum Translationswissenschaftlichen Kolloquium vor. Diese Einrichtung basiert auf der Zusammenarbeit des Fachbereichs Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der Universität Mainz in Germersheim und des Instituts für Translation und Mehrsprachige Kommunikation der Fachhochschule Köln. Die insgesamt 15 im Band enthaltenen Beiträge gehen auf Vorträge zurück, die von 2010 bis 2013 an beiden Hochschulen gehalten wurden. Sie beziehen sich auf die folgenden Rahmenthemen: 1. Literarisches Übersetzen, 2. Pragmatik und Translation, 3. Translation und Ideologie, 4. Translation und Sprachkontakt, 5. Gerichtsdolmetschen, 6. Interkulturelle Kommunikation sowie 7. Maschinelle Übersetzung.
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Die phatische Funktion, das A und O der Kommunikation, am Beispiel von Werbetexten (Christiane Nord)

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Christiane Nord

Die phatische Funktion, das A und O der Kommunikation, am Beispiel von Werbetexten

1 Einleitung

Schon vor längerer Zeit habe ich für die Übersetzungsdidaktik ein Vier-Funktionen-Modell entwickelt, um den Studierenden die funktionale Betrachtung von Texten und Übersetzungen zu erleichtern (vgl. u. a. Nord 2003, wo versucht wird, eine komparative Stilistik Spanisch-Deutsch auf diesem Modell aufzubauen). Es besteht zunächst einmal aus den drei Funktionen, die wir bereits bei Bühler (1934) und dann wieder bei Jakobson (1972) finden, nämlich der referentiellen oder Darstellungsfunktion, die sich auf die Gegenstände und Sachverhalte der Welt bezieht, der expressiven oder Ausdrucksfunktion, mit der ein Sprecher oder Schreiber seine persönliche Einstellung zu den Dingen der Welt oder seine Emotionen kundtut, und der konativen oder Appellfunktion, bei der es darum geht, die Rezipienten eines Textes zu einer ganz bestimmten Reaktion zu animieren. Die vierte Funktion meines Modells findet sich nicht bei Bühler, sondern nur bei Jakobson, aber sie ist meines Erachtens das „A und O“ einer gelungenen Kommunikation: die phatische Funktion.

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