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Lestern, lesen und lesen hören

Kommunikationsstudien zur deutschen Prosasatire der Reformationszeit

Josef Schmidt

Die «Formlosigkeit» deutscher Texte aus der Reformationszeit ist die Ausgangsbasis für diese Untersuchung, die aufgrund eines Massenkommu- nikationsmodells das orale Sprachverständnis untersucht, aus dem heraus die Texte produziert wurden. Die Analyse einer Reihe satirischer Texte illustriert die Problematik der historischen Übungsphase von oraler zu literaler Kommunikation.
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Das Raumordnungsverfahren nach Hessischem Landesplanungsrecht

Eine dogmatische und empirische Untersuchung des förmlichen Abstimmungsverfahrens nach § 11 HLplG

Manfred Schmidt

Das Raumordnungsverfahren ist ein wichtiges Mittel für die Sicherung der im regionalen Raumordnungsplan aufgestellten Ziele der Landesplanung. Es erfordert aus zwei Gründen eine eingehende Untersuchung. Zum einen wird das Raumordnungsverfahren trotz seiner großen Bedeutung für jede Art Planung bisher stiefmütterlich behandelt. Zum anderen bestehen für das Verfahren in Hessen - angesichts der undeutlichen gesetzlichen Ausgestaltung - zahlreiche Fragen hinsichtlich Voraussetzung, Verfahren, Inhalt und Rechtswirkungen. Zur Aufarbeitung dieser Problematik wurden in der vorliegenden Studie nicht nur die rechtlichen Grundlagen des Verfahrens dargestellt, sondern auch die Anwendung des Raumordnungsverfahrens in der Praxis untersucht.
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Axel Schmidt

Der Beschluß des Bundesverfassungsgerichtes vom 13.05.1986 hat im Bereich des Minderjährigenschutzes ein weites Feld geöffnet. Der Verfasser untersucht die weitgehenden Auswirkungen im Bereich der Erbengemeinschaft und der Personengesellschaften. Als Lösung für den Minderjährigenschutz kommt dabei nur die vormundschaftsgerichtliche Genehmigung in Frage. Zunächst wird aufgezeigt, welche Beteiligung Minderjähriger an einer Personengesellschaft eine solche Genehmigung erforderlich macht. Daneben werden für die unternehmerische Beteiligung Minderjähriger in der jeweiligen Gesellschaftsform Kriterien aufgestellt, die einen Anhaltspunkt dafür bieten, wann die vormundschaftsgerichtliche Genehmigung zu erteilen und wann sie zu versagen ist.
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Interpretation als literaturtheoretisches Problem

Die Möglichkeiten einer Neuorientierung in der Isotopie-Theorie, veranschaulicht anhand von Gregor Samsa in Franz Kafkas Erzählung "Die Verwandlung

Christopher Schmidt

Der Autor beabsichtigt, die Literarizitätsfrage anhand der Vieldeutigkeitsproblematik literarischer Texte zu klären. Das Verhältnis zwischen Eingrenzbarkeit und Unbegrenztheit literarischer Bedeutungen wird anhand eines integrativen Zugriffs über Sprachphilosophie, Erzähltheorie und Semiotik theoretisch fundiert. Mit einem dynamischen Isotopie-Konzept seit F. Rastiers und U. Ecos Neubearbeitung dieses Begriffs wird die Theorie zur literarischen Funktionsweise durch die Interpretierbarkeit Gregor Samsas in Franz Kafkas Erzählung Die Verwandlung veranschaulicht und anhand der Rezeptionsgeschichte getestet. Mit Hilfe des Prinzips der Aktualisierung/Virtualisierung wird die Isotopie-Analyse für einen konstruktiven Umgang mit literarischen Texten zugänglich gemacht.
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Tugend und Weltlauf

Vorträge und Aufsätze über die Philosophie Schopenhauers (1960-2003)

Alfred Schmidt

Der Band resümiert Ergebnisse einer mehr als vierzigjährigen Beschäftigung des Autors mit der Schopenhauerschen Philosophie und ihrer verzweigten Wirkungsgeschichte. Dargestellt wird ebenso die Rezeption Schopenhauers während der formativen Periode der Frankfurter Schule als auch seine sachliche Bedeutung in zeitgenössischen Diskussionen. Diese beziehen sich einerseits auf Schopenhauers «idealistische Grundansicht», andererseits auf die doppelte, sie korrigierende Affinität seines Denkens zum Materialismus, der nicht nur in der Abhängigkeit des Intellekts von Hirnfunktionen zutage tritt, sondern – mehr noch – darin, daß Schopenhauer nicht zögert, sein Erklärungsprinzip des «Willens zum Leben» vom Organischen auf das Weltgeschehen insgesamt auszudehnen. Hieraus ergeben sich neue Sachbezüge zur Psychiatrie und zur Psychoanalyse Freuds, deren philosophische Seite der Autor nachdrücklich hervorhebt.
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Moral, Moralität und Eigeninteresse – Gegensätze, die eine wirksame Moral verhindern?

Perspektiven einer evolutorischen und selbstorganisatorischen Entwicklung von Moral. Eine Analyse unter Verwendung der Synergetik

Holger Schmidt

Für moderne Gesellschaften wird häufig ein allgemeiner Werteverfall beklagt. Es herrsche: Egoismus, Eigeninteresse, Gewinnstreben und das Verlangen nach materiellem Wohlstand. Von diesen Problemen angesprochen ist die ökonomische und die ethische Theorie. Zwischen beiden Disziplinen bestehen scheinbar unauflösbare Gegensätze, die jedoch entschärft werden können: Beide Fachrichtungen legen ein «Menschenbild» zu Grunde, das Menschen als wohlüberlegende Akteure auffasst. Aus einer evolutorischen Perspektive kann ferner gezeigt werden, dass sich auch in modernen Gesellschaften menschliche Moral im Zeitverlauf endogen ausbilden und modernisieren kann. Dies wird durch eine gesellschaftliche Ordnung gefördert, die durch allgemeine Regeln flankiert wird und auf einer weitgehenden individuellen Freiheit beruht.
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Angelika Schmidt

Die Relevanz dieses Buches ergibt sich daraus, dass die Wechselwirkungen zwischen den Bereichen Beruf und Privat durch die zentralen, inhaltlichen Fokussierungen auf den Systemvergleich und den Objektbereich der ManagerInnen aus einer völlig neuen Perspektive behandelt werden.
Engpässe in der Verfügbarkeit und im Umgang mit Zeit stellen gleichermaßen ein Problem für Frauen wie für Männer dar; auch die unterschiedlichen Erwartungslagen aus den Systemen Familie und Organisation sind für beide Geschlechter ein sensibler Bereich. Diese Erkenntnis verschiebt die «Vereinbarkeitsfrage» fundamental: weg von einer Betrachtung Frauen und Beruf hin zu einer Betrachtungsweise, die die Handlungslogiken der Systeme und damit beide Geschlechter gleichermaßen betrifft!
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Friede durch Vertrag

Der Friedensvertrag von Kadesch von 1270 v. Chr., der Friede des Antalkidas von 386 v. Chr. und der Friedensvertrag zwischen Byzanz und Persien von 562 n. Chr.

Katrin Schmidt

Die Arbeit untersucht antikes Völkerrecht unter besonderer Berücksichtigung der stets aktuellen Problematik der zwischenstaatlichen Friedenssicherung. Der Friedensvertrag von Kadesch von 1270 v. Chr., der Friede des Antalkidas von 386 v. Chr. und der Friedensvertrag zwischen Byzanz und Persien von 562 n. Chr. bieten drei Momentaufnahmen von Verfahren und Regelungen, die zeitlich jeweils etwa 1000 Jahre auseinanderliegen und so eine Betrachtung der allgemeinen Entwicklung des antiken Völkerrechts sowie der antiken Diplomatie ermöglichen. Die Analyse der Friedensschlußproblematik anhand von Präzedenzfällen bietet zugleich eine soziologische wie staatsethische Betrachtung der conditio humana und zeigt interessante Parallelen zu heutigen Problemen auf.
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Medienkompetenz in der Förderschule

Theoretische Grundlagen schulischer Medienerziehung – aktive Videoarbeit als produktiv-praktische Methode

Siegfried Schmidt

Die Notwendigkeit der Medienerziehung bei Kindern und Jugendlichen ist angesichts der immer rascher fortschreitenden Mediatisierung unserer Gesellschaft unbestritten. Im Anschluss an die Darstellung theoretischer Grundlagen schulischer Medienerziehung belegt die Arbeit, dass erschwerte Lebensbedingungen, durch die das Dasein von Schülerinnen und Schülern in der Schule zur individuellen Lernförderung (Förderschule) gekennzeichnet ist, vielfach zu problematischem Medienverhalten führen. Deshalb haben Kinder und Jugendliche mit Lernbehinderungen bzw. mit sonderpädagogischem Förderbedarf spezifisch und umfangreich Medienkompetenz zu entwickeln. Wie das behindertendidaktisch geschehen kann, zeigt das Buch u.a. anhand zahlreicher Hinweise zu administrativen Empfehlungen und Vorschriften (z.B. Lehrplan) sowie am Beispiel aktiver Videoarbeit auf. Mit der Darstellung von Projektbeispielen dieser produktiv-praktischen Methode der Medienerziehung fließen langjährige Erfahrungen des Verfassers aus der Unterrichtspraxis der Förderschule in die Arbeit ein.
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Externe Strafpflichten

Völkerstrafrecht und seine Wirkungen im deutschen Strafrecht

Martin Schmidt

Das sich weiter entwickelnde Völkerstrafrecht enthält unmittelbar anwendbare Straftatbestände (Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, schwere Kriegsverbrechen) und verpflichtet die Staaten, sie unabhängig von ihrer innerstaatlichen Rechtslage durchzusetzen. Der erste Teil der Arbeit stellt diese Tatbestände dar und zeigt, daß auch ohne ihre unmittelbare Anwendbarkeit in Deutschland ein vergleichbares Schutzniveau im deutschen Strafrecht besteht. Der zweite Teil stellt die völkerrechtlichen Verträge zusammen, die Deutschland zum Erlaß von Straftatbeständen unter anderem zu Drogen- und Computerkriminalität, Geldwäsche, EG-Betrugsbekämpfung und Umweltschutz verpflichten, und untersucht deren innerstaatliche Umsetzung einschließlich des deutschen Völkerstrafgesetzbuches.