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Die Flucht vor der Vernunft und die Suche nach ihr

Beiträge chinesischer Germanisten zur internationalen Germanistik

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Edited By Maoping Wei

Die chinesische Germanistik erlebt gegenwärtig ihre Blütezeit – insbesondere dadurch, dass die Zahl der Universitäten, an denen man Germanistik als Bachelorstudiengang belegen kann, stark gestiegen ist. Die vorliegende Publikation besteht aus den Beiträgen chinesischer Germanisten, die eben dieser Universitätslandschaft entstammen.

Der Band ist viergeteilt. In einem ersten Abschnitt werden Beiträge zur deutschen Literatur mit Schwerpunkt auf der Textanalyse vorgestellt. Die Mehrzahl der Arbeiten des zweiten Teils «Zwischen China und Deutschland» betrachtet die chinesisch-deutschen Literaturbeziehungen, um auf diesem Spannungsfeld der Selbst- und Fremdbilder intellektuelle wie auch ästhetische Brücken zwischen China und Deutschland zu schlagen. Der dritte Teil widmet sich dem Thema «Märchen oder Magie». Die Referenten dieser Beiträge haben wohl geahnt, dass im Wunderbaren das Wesen der Literatur liegt und die Flucht vor der Vernunft durch ihre Forschungsthemen ebenfalls eine Suche nach ihr ist. Der vierte Teil, «Varia», beinhaltet verschiedene Beiträge über chinesisch-deutsche Fragestellungen wie Übersetzung oder Ausbildung.

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In der „Dunkelhaft“ der Welt nach dem Wahren sehen. Eine Interpretation zu Ingeborg Bachmanns Erzählung Ein Wildermuth (Zheng Xia)

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ZHENG XIA (SHANGHAI)

In der „Dunkelhaft“ der Welt nach dem Wahren sehen

Eine Interpretation zu Ingeborg Bachmanns Erzählung Ein Wildermuth

Abstract: Für Ingeborg Bachmann ist Wahrheitssuche die selbstverständliche Mission des Schriftstellers; für den Richter Anton Wildermuth in Bachmanns Erzählung Ein Wildermuth ist diese auch sein Lebensdogma. Aber sein Wahrheitsglaube wird immer wieder herausgefordert und droht unterzugehen. In der vorliegenden Arbeit wird auf Wildermuths Glaubenskrise eingegangen und untersucht, wo Wildermuths Wahrheitsglaube herrührt, wie dieser bezweifelt wird, wie und in wieweit ihm die Wahrheitsfindung doch noch gelingt und wie er sich schließlich trotz alledem auf individuelle Art für eine schweigende Wahrheitssuche entscheidet und somit treu an seinem Lebensdogma festhält.

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