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Simpliciana

Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft XXXII (2010)- In Verbindung mit dem Vorstand der Grimmelshausen-Gesellschaft

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Edited By Peter Heßelmann

Inhalt: Dieter Breuer: Grimmelshausens Verleger - eine kritische Übersicht – Friedrich Gaede: Leere Blätter? Grimmelshausens Thematisierung des Lesers – Klaus Haberkamm: Das Nativitätenbuch. Astrologisches Medium und simplicianisches Erzählen bei Grimmelshausen – Maximilian Bergengruen: Lässliche Todsünde oder Männerphantasie? Zur Funktion der Luxuria in der Venusberg-Episode des Simplicissimus Nicola Kaminski: Lebensgeschichte als Mediengeschichte. Zum Stellenwert der Scheermesser-Episode in Simplicissimus’ autobiographischer Konfession – Michael Schilling: Flugblätter als Wegbereiter Grimmelshausens – Rosmarie Zeller: Blick und Gegenblick. Die Illustrationen der Simplicissimus-Ausgabe von 1671 – Daniel Langner: Lustige Wahrheit. Das ‘gedoppelte Titul-Kupfer’ der posthumen Grimmelshausen-Gesamtausgabe von 1683/1684 – Martin Ruch: Mediengeschichte am Oberrhein. Ein Überblick – Helmut Schanze: Mediengeschichte der Grimmelshausen-Zeit – Hans-Joachim Jakob: Franz Fühmanns Drehbuch-Entwurf zu einer Verfilmung von Grimmelshausens Simplicissimus Teutsch – Matthias Bauer: Narration, Dramatuÿ

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Beiträge der Tagung „Wort – Bild – Ton.Grimmelshausen und die Medien“

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BEITRÄGE DER TAGUNG „WORT – BILD – TON. GRIMMELSHAUSEN UND DIE MEDIEN“ DIETER BREUER (Aachen) Grimmelshausens Verleger – eine kritische Übersicht I Über kaum eine Frage ist in der Grimmelshausen-Forschung so heftig und unversöhnlich gestritten worden wie über die Verlegerbeziehungen Grimmelshausens. Den Älteren unter uns dürfte noch in Erinnerung sein, wie 1976 auf dem großen Grimmelshausen-Kongress in Münster anlässlich des 300. Todestags des Dichters zum Erstaunen, ja Erschre- cken der Teilnehmer Manfred Koschlig und Rolf Tarot, beide Grimmelshausenforscher von großen Verdiensten, urplötzlich in einer Heftigkeit aneinander gerieten, die während des Kongresses und auch später nicht mehr geschlichtet werden konnte.1 Es ging um die bereits 1939 von Koschlig in seiner Dissertation vertretene Hypothese, Grim- melshausen habe 1671/72 die Beziehungen zu seinem bisherigen Nürn- berger Verleger Wolf Eberhard Felßecker wegen dessen Eigenmächtig- keiten abgebrochen und seine weitere Schriften dem Straßburger Verleger Georg Andreas Dollhopff anvertraut: also Rathstübel Plutonis, Proximus und Lympida, Wunderbarliches Vogelnest I, Stoltzer Mel- cher, Bart-Krieg, Teutscher Michel, Galgen-Männlin, Wunderbarliches Vogelnest II.2 Zwar ist dies nur für Proximus und Lympida und Wunderbarliches Vogelnest II durch die Messkataloge sicher bezeugt,3 doch glaubte Koschlig durch Auswertung der Messkataloge und durch Vergleich der im Druck verwendeten Schriften und Zierleisten, Was- serzeichen im Papier u. a. auch die übrigen Schriften Dollhopff zuwei- 1 Die Kongressbeiträge sind veröffentlicht in Daphnis 5 (1976), H. 2–4. Vgl. dazu auch Manfred Koschlig: Hatte Grimmelshausen das Wort? Das Gedenkjahr 1976 im...

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